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Bolschoi-Ballettchef wird nochmals operiert

Der vor drei Monaten bei einem Säureanschlag verletzte Sergej Filin muss weiter in Deutschland behandelt werden.

Erwartet eine weitere Augenoperation: Sergej Filin, hier bei einer Pressekonferenz in Aachen im März.
Erwartet eine weitere Augenoperation: Sergej Filin, hier bei einer Pressekonferenz in Aachen im März.
Rolf Vennenbernd, Keystone

Die deutschen Ärzte wissen noch nicht, wann Sergej Filin wieder zur grössten Balletttruppe der Welt zurückkehren kann. Der 42-Jährige, der schwerste Verätzungen erlitten hatte, warte auf eine weitere Augenoperation, sagte seine Anwältin Tatjana Stukalowa am Dienstag der Agentur Interfax.

Verdächtige bleiben in Haft

Ein Moskauer Gericht verlängerte die Untersuchungshaft für die drei Verdächtigen um zwei Monate bis zum 18. Juni. Sie sollen am 17. Januar den Überfall mit Schwefelsäure auf Filin organisiert haben. Ihnen drohen jeweils bis zu zwölf Jahre Haft.

Mutmasslicher Drahtzieher des Überfalls ist Pawel Dmitritschenko, Startänzer des Moskauer Bolschoi-Theaters. Der 29-Jährige soll aus persönlicher Feindschaft den Auftrag für das Attentat auf Filin gegeben haben. Der Tatverdächtige sowie sein Fahrer sitzen ebenfalls in Untersuchungshaft.

Der Moskauer Haftrichter lehnte Dmitritschenkos Antrag ab, ihn gegen Kaution bis zum Beginn der Verhandlung auf freien Fuss zu setzen. Zuvor hatten Fahnder davor gewarnt, dass der Tänzer seine Prominenz und Kontakte ausnutzen könne, um Druck auf die Ermittler auszuüben.

SDA/lmm

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