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Adele scheppert, Madonna macht Punk

Kürzlich erschien ein bisher unveröffentlichtes Demo von Amy Winehouse. In den Weiten des Internets finden sich weitere Perlen aus den Anfangszeiten diverser Künstler.

Popstars sind weltberühmt, ihr musikalischer Katalog gemeinhin der Öffentlichkeit zugänglich. Doch wie haben Madonna oder Kurt Cobain vor ihrem Welterfolg geklungen? Während die einen Coverversionen im eigenen Stil aufgenommen haben, waren sich andere ihrer musikalischen Ausrichtung noch nicht sicher und experimentierten wild herum. Eine kleine, unvollständige Liste von Perlen, die dank dem Internet wieder ans Licht geraten sind.

Adele

In ihren jungen Jahren bat Adele eine Freundin, ein Video ihrer musikalischen Darbietung zu filmen, das sie alsbald im mittlerweile verschwundenen sozialen Netzwerk Myspace hochlud. Die Aufnahme, in welcher Adele ihren Song «Daydreamer» selbst auf einer Akustikgitarre begleitet, eröffnete rund zwei Jahre später ihr Debütalbum «19». Das unscharfe Bild und die schlechte Qualität der Aufnahme können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Sängerin schon damals eine grosse Zukunft blühte.

David Bowie

Im Juni 1969 verhandelte David Bowies Manager Kenneth Pitt einen One-Album-Deal mit Mercury Records. Die Verantwortlichen von Mercury hatten eine Hörprobe gehört, die ein Demo von «Space Oddity» beinhaltete, welches Bowie und sein damaliger Mitmusiker John Hutchinson im Frühjahr 1969 aufgenommen hatten. Der Musikproduzent Tony Visconti mochte zwar die Demotracks, betrachtete die geplante Single «Space Oddity» aber als Schnellschuss.

Kurt Cobain (Nirvana)

2015 erschien «Montage of Heck: The Home Recordings», ein posthumes Album mit Demo-Aufnahmen von Kurt Cobain, dem Sänger von Nirvana. Die Compilation, die in erster Linie zur musikalischen Untermalung des gleichnamigen Dokumentarfilms über den Sänger diente, enthält neben viel vernachlässigbarem Material auch einige interessante Stücke, darunter das Cover von «And I Love Her» der Beatles.

Madonna

Bevor Madonna für ihr Major-Label-Debüt 1983 zu ihrem Dance-Pop-Sound fand, experimentierte sie mit einer Vielzahl anderer Stile, die auf unzähligen Demos festgehalten wurden. Diese Demo-Aufnahme mit dem Titel «Safe Neighborhood» sticht besonders heraus. Die Aufnahme stammt angeblich aus dem Jahr 1980, zu der Zeit, als Madonna mit ihrem damaligen Freund Stephen Bray in einer Band namens «Emmy» spielte.

Queen

Noch ohne ihren späteren Bassisten John Deacon musizierten die drei anderen Mitglieder von Queen unter dem Namen Smile. Leadsänger Freddie Mercury hatte sich seinen Künstlernamen noch nicht zugelegt und trat unter seinem bürgerlichen Familiennamen Bulsara auf, liess den Vornamen Farrokh aber weg. Der Song «Polar Bear», geschrieben vom Gitarristen Brian May, hätte es beinahe auf das Debütalbum von Queen geschafft.

Sting

Drei Jahre, bevor Sting seine Erfolgsband «The Police» gründete, spielte er im Fusion-Quartett «Last Exit». Die Band konnte die Plattenfirma Virgin davon überzeugen, ein Demo zu finanzieren, das jedoch nie veröffentlicht wurde. Jahre später tauchte «First From Last Exit» auf und wurde zu einem Sammlerstück. Eines der interessantesten Lieder der Aufnahme – die Coverversion von Neil Youngs «Don't Let It Bring You Down» – war darauf aber nicht zu finden.

Nun sind Sie gefragt, werte Leser und Leserinnen: Welche Demo-Versionen fallen Ihnen ein, gefallen Ihnen vielleicht sogar besser als das spätere Schaffen des Künstlers? Wir freuen uns auf Ihre Einsendungen.

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