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«Das Schweizer Modell liegt mir näher»

Der in der DDR aufgewachsene Regisseur Sebastian Baumgarten sieht das kapitalistische Deutschland kritisch. Am Theater Basel zeigt der 50-Jährige nun ein politisches Oratorium von Luigi Nono.

Der Berliner Sebastian Baumgarten kennt die Schweiz durch zahlreiche Engagements. Das Bild entstand bei den Proben zu einem Jacques-Offenbach-Projekt am Zürcher Theater Neumarkt. Foto: Nicola Pitaro

Der Berliner Sebastian Baumgarten kennt die Schweiz durch zahlreiche Engagements. Das Bild entstand bei den Proben zu einem Jacques-Offenbach-Projekt am Zürcher Theater Neumarkt. Foto: Nicola Pitaro

Simon Bordier

Unter den vielen verschiedenen Theaterstoffen, die Sie auf die Bühne bringen, finden sich immer wieder Werke kommunistisch geprägter Autoren. Brecht, Sartre, Camus. Lässt Sie das Thema Kommunismus einfach nicht los?
Das hat mit meiner Biografie zu tun. Ich wuchs in der DDR auf und habe natürlich viele Alltagserinnerungen an diese Zeit. Ich wollte mich aber auch theoretisch mit dem Sozialismus auseinandersetzen und hatte da ­einigermassen Glück mit einem unserer Lehrer, der uns nicht nur die offizielle Staatsideologie vermittelte. Die Wende 1989 und auch die Jahre danach haben sich mir sehr eingeprägt. Genau zu meinem Studienbeginn fiel die Berliner Mauer.

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