Zwei Bücher für Reiselustige

Die Sammlung der «New York Times»-Reisekolumnen bietet für alle Ansprüche passende Destinationen.

Der praktische Ratgeber für Wochenendreisen.

Der praktische Ratgeber für Wochenendreisen.

Clara Vuille-dit-Bille

Sommerzeit weckt Reiselust. Die Hitze, die dieser Tage beinahe den Strassenbelag in der Innenstadt zum Schmelzen brachte, lässt so manchen, der im Büro sitzt, von fernen Orten träumen. Wer die Sommerferien noch vor sich hat oder zumindest ein verlängertes Wochenende freischaufeln kann, sollte sich «36 Hours Welt», eine Sammlung von Reiseberichten der «New York Times», als Inspirationsquelle nicht entgehen lassen. Ein Aufenthalt startet jeweils am Freitag ab 15 Uhr: In Dakar zum Beispiel steht dann ein Spaziergang durch Plateau, das alte Handels- und Regierungszentrum, auf dem Programm, gefolgt von einem Besuch im Musée Théodore-Monod d’art africain, wo eine Sammlung von Masken, Stoffen und Trommeln betrachtet werden kann. Am Sonntagmittag, also 36 Stunden später, endet der Aufenthalt, in London etwa bei einem Lunch im Restaurant Portrait mit Blick auf die Skyline.

Straffes Programm

Das von Barbara Ireland herausgegebene Buch enthält insgesamt 150 Einträge. Städte wie Peking, Abu Dhabi, Buenos Aires und Moskau sind darin jeweils in einem Umfang von drei bis vier Seiten beschrieben – also mehr oder weniger mit einer Seite pro Tag.

Die zusammengetragenen Artikel stammen alle aus der seit 2002 in der «New York Times» er­scheinenden Reisekolumne «36 Hours». Die Idee, eine Stadt in relativ kurzer Zeit zu erleben, steht im Mittelpunkt. Wer sich auf einen solchen Wochenendaufenthalt in einer Grossstadt wie Atlanta oder Köln einlässt, hat auch ein straffes Programm vor sich: Von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag geht es in den verschiedenen Städten zu den wichtigsten Schauplätzen, aber auch zu einigen Geheimtipps der Reisejournalisten.

«36 Hours Welt»

Besonders einladend zum Blättern ist die Zusammenstellung der Artikel: Alphabetisch geordnet bietet «36 Hours Welt» die Möglichkeit, nach dem Zufallsprinzip, aber auch ganz gezielt nach einer passenden Feriendestination zu suchen. Pro Eintrag finden sich ausserdem einige Fotografien und eine kleine Stadtkarte, auf der die im Artikel erwähnten Sehenswürdigkeiten markiert sind.

Wen es nicht allzu weit weg lockt, der ist mit der Version «36 Hours Europa» besser bedient: In diesem ebenfalls von Ireland herausgegebenen Buch sind insgesamt 130 Reiseziele in Europa – unter anderem auch gut mit dem Zug erreichbare – zusammengetragen.

«The New York Times 36 Hours Welt» oder «The New York Times 36 Hours Europa», beide Bücher: Taschen, Köln 2019, ca. 45 Fr.

Basler Zeitung

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