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«Wir machen einen Schritt zurück»

Margarete Stokowski schreibt in ihrem Buch «Untenrum frei» über die Mechanismen sexueller Unterdrückung. Besonders heute seien wir davon betroffen.

Mit Margarete Stokowski sprach Vanessa Simon
«Die Frage der Freiheit der Männer wird bei uns unzureichend diskutiert»: Margarete Stokowski. Bild: Rowohlt-Verlag.
«Die Frage der Freiheit der Männer wird bei uns unzureichend diskutiert»: Margarete Stokowski. Bild: Rowohlt-Verlag.

Margarete Stokowski, wie frei sind Sie?

Es ist ja eine ziemlich philosophische Frage. Aber wenn man versucht zu sagen, wie frei bestimmte Handlungen oder Verhaltensweisen sind, kann man aus pragmatischer Sichtweise sagen, man ist dann frei, wenn man verschiedene Alternativen in Betracht gezogen hat, sich tatsächlich für eine Alternative entschieden hat und sich nicht einfach vorgegebenen Rollenbildern fügt. Was die sexuelle Freiheit betrifft, würde ich sagen, dass ich heute freier bin als beispielsweise vor zehn Jahren oder zu der Zeit, als wir Jugendliche versucht haben, uns aus und in Gesprächen mit anderen Wissen und Vorstellungen über Sexualität anzueignen. So gesehen bin ich sicher freier als damals. Aber dass das eine abgeschlossene, endgültige Form von Freiheit ist, glaube ich nicht.

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