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Scharf geschossen

Michael Kamber geht in seinem Buch «Bilderkrieger» der Frage nach, ob die Arbeit von Kriegsfotografen in Zeiten medialer Übersättigung überhaupt noch Wirkung hat.

Kriegsfotograf Michael Kamber interviewte für sein Buch «Bilderkrieger» verschiedene Berufskollegen und geht u. a. der Frage nach, welche Wirkung die Arbeit eines Kriegsfotografen in Zeiten medialer Übersättigung noch haben kann. Im Bild: Polnische Soldaten im Camp Lima (Irak) unter einem amerikanischen Black Hawk.
Kriegsfotograf Michael Kamber interviewte für sein Buch «Bilderkrieger» verschiedene Berufskollegen und geht u. a. der Frage nach, welche Wirkung die Arbeit eines Kriegsfotografen in Zeiten medialer Übersättigung noch haben kann. Im Bild: Polnische Soldaten im Camp Lima (Irak) unter einem amerikanischen Black Hawk.
Ashley Gilbertson / Ankerherz.de
Eine türkische Frau trauert um ihren Mann, der während des zypriotischen Bürgerkriegs von der griechischen Armee getötet worden ist.
Eine türkische Frau trauert um ihren Mann, der während des zypriotischen Bürgerkriegs von der griechischen Armee getötet worden ist.
Don McCullin / Ankerherz.de
Aufnahmen heimgebrachter Soldatensärge sind in den USA tabu. Kriegsfotograf Todd Heisler hielt sich für einmal nicht an dieses Gebot und schoss, mit dem Einverständnis der Angehörigen, dieses Bild.
Aufnahmen heimgebrachter Soldatensärge sind in den USA tabu. Kriegsfotograf Todd Heisler hielt sich für einmal nicht an dieses Gebot und schoss, mit dem Einverständnis der Angehörigen, dieses Bild.
Todd Heisler / Ankerherz.de
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Michael Kamber arbeitet seit 25 Jahren als Fotojournalist, vor allem in den Krisengebieten dieser Welt. Seine aufwühlenden Bilder aus Ländern wie Somalia, dem Kongo, Afghanistan oder dem Irak wurden weltweit veröffentlicht und mit dem renommierten World Press Photo Award ausgezeichnet.

Viele dieser Bilder bleiben für immer in seinem Kopf, erinnern ihn an das Leid und die Grausamkeiten, die Menschen einander zufügen, und an die schwer kalkulierbaren Risiken seines Berufs, denen einige seiner besten Freunde zum Opfer gefallen sind. Aber welche Wirkung kann die Arbeit eines Kriegsfotografen heute, in Zeiten medialer Übersättigung, noch haben? Wie geht man mit den körperlichen und seelischen Wunden um?

Michael Kamber hat über all diese Fragen immer wieder mit seinen Kollegen gesprochen. Vor sechs Jahren begann er, diese intensiven Gespräche systematisch aufzuzeichnen. Entstanden sind dabei keine Interviews im klassischen Sinn: So offen, wie es nur unter Freunden und engen Kollegen möglich ist, erzählen einige der berühmtesten Kriegsfotografinnen und -fotografen von den ganz persönlichen Motiven für ihren Beruf, ihren Ängsten und Hoffnungen, von der dreckigen Seite des Krieges, dem Zynismus der Medienbranche und dem privaten Preis, den sie für ihre Leidenschaft zahlen: der Welt mit ihrer Kamera zu zeigen, wie sie wirklich ist.

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