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Polanski-Opfer schreibt Memoiren

Samantha Geimer wurde als 13-Jährige vom Star-Regisseur Roman Polanski missbraucht. Nun möchte sie Details der Geschichte in einem Buch veröffentlichen. Im nächsten Jahr soll es auf den Markt kommen.

Möchte, dass das Verfahren eingestellt wird: Polanski-Opfer Samantha Geimer.
Möchte, dass das Verfahren eingestellt wird: Polanski-Opfer Samantha Geimer.
Keystone

Eine 1977 von Regisseur Roman Polanski missbrauchte Frau will ihre Memoiren schreiben. Das Buch von Samantha Geimer soll im Herbst 2013 auf den Markt kommen.

Das Buch mit dem Titel «The Girl: Emerging from the Shadow of Roman Polanski» werde Einblick in die «vielen Dimensionen der Geschichte geben, die nie zuvor enthüllt wurden», teilte der US-Verlag Atria Books mit. Geimer war 1977 als 13-Jährige von dem Regisseur in Los Angeles missbraucht worden.

Nach dem Sexualdelikt in der Villa seines Freundes Jack Nicholson in Los Angeles war Polanski angeklagt worden und verbrachte 42 Tage in Untersuchungshaft und psychiatrischer Beobachtung. Weil ihm in den USA bis zu 50 Jahre Gefängnis drohten, setzte sich Polanski nach Frankreich ab. Für die US-Behörden gilt er seitdem als flüchtig. Bei der Wiedereinreise würde ihm die Festnahme drohen.

Einstellung des Verfahrens

In den vergangenen Jahren setzte sich Geimer wiederholt für die Einstellung des Verfahrens gegen den Regisseur ein. Auch sie leide unter der «andauernden Veröffentlichung von Details» des Missbrauchs, erklärte die verheiratete Frau und Mutter zweier Kinder im Jahr 2008.

Der Regisseur von «Rosemary's Baby» und «Ghostwriter» war 2009 in der Schweiz festgenommen und später unter Hausarrest gestellt worden. Die US-Justiz hatte seine Auslieferung verlangt, doch die Schweizer Behörden entschieden sich am Ende gegen diesen Schritt.

SDA/wid

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