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Im Königreich der moralischen Beliebigkeit

George R. R. Martin hat die Vorlage zur Fernsehserie «Game of Thrones» geschrieben. Die Buchreihe, deren neuster Band eben auf Deutsch erschien, ist sogar besser als der TV-Knaller.

Es ist der Serienhit schlechthin. Quoten wie einst «Dallas», Kritiker und Fans in Jubel vereint. Die Rede ist von «Game of Thrones», diesem Fantasyspektakel im fiktiven Königreich von Westeros. Die gezeigten Landschaften und Städte sind so überwältigend wie die vielen Sexszenen, raffinierten Intrigen und kunstvoll abgehauenen Köpfe. Kurz, die Serie macht süchtig. So sehr, dass mancher nach dem brutalen Cliffhanger am Ende der zweiten Staffel (die man sich – geben Sies zu! – ohne zu bezahlen im Netz heruntergeladen hat) in ein Loch gefallen ist. Was nun? Ein Jahr warten, bis die neuen Folgen erscheinen?

Es geht auch anders. Was viele Fans der Serie nicht wissen: «Game of Thrones» basiert auf den Romanen von George R. R. Martin. «Das Lied von Eis und Feuer» heisst die Reihe, 22 Millionen Bücher hat Martin inzwischen verkauft. Wobei der Amerikaner noch nicht abgeschlossen hat, zurzeit schreibt er am sechsten Band. Er ist der TV-Serie also vier Staffeln voraus. Vor wenigen Tagen erschien die Übersetzung des zweiten Teils des fünften Bandes «Ein Tanz mit Drachen». Über die Handlung sei hier nichts verraten. Stattdessen wollen wir einen Blick auf das Phänomen George R. R. Martin werfen – und darlegen, wieso die Bücher gar noch besser sind als die Serie.

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