Zum Hauptinhalt springen

«Ich habe nie Kompromisse gemacht»

Felicitas Hoppe ist die Literatin der Stunde. Ein Gespräch mit der Büchner-Preis-Trägerin über ihre Kritiker, literarische Selbstüberhebungen, Wikipedia und den erschreckenden Pinocchio-Effekt.

Im Mai erhielt Hoppe den wichtigsten Literaturpreis für deutschsprachige Autoren: Den Büchner-Preis.
Im Mai erhielt Hoppe den wichtigsten Literaturpreis für deutschsprachige Autoren: Den Büchner-Preis.
Keystone
In jüngeren Jahren: Hoppe (zweite von links) im Jahr 1996 am 20. Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb.
In jüngeren Jahren: Hoppe (zweite von links) im Jahr 1996 am 20. Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb.
Keystone
1 / 2

In ihrem Roman «Hoppe» erzählen Sie, Felicitas Hoppe, die Lebensgeschichte einer gewissen Felicitas Hoppe. Im Buch heisst es einmal, Hoppe sei «eine in der Regel äusserst höfliche und gelegentlich bis zur Selbstverleugnung zuvorkommende Interviewpartnerin». Da es sich ja um ihre Wunsch- oder Traumbiographie handelt: Muss ich nun im Hier und Jetzt, in der Realität, vom Gegenteil ausgehen? (lacht) Nein, nein, das müssen Sie nicht. Interessant, dass Sie ausgerechnet diesen Satz erwähnen, das hat eine Moderatorin erst letzthin an einer Lesung auch getan. Sie legte ihn allerdings anders aus: Weil das da so stehe, habe sie jetzt keine Angst, mir Fragen zu stellen, sagte sie. Dieser Charakterzug trifft, so glaube ich, nun tatsächlich auf mich ebenso zu wie auf mein Alter Ego im Roman.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.