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Grassus maximus

Nachruf auf den verstorbenen deutschen Autor und Literaturnobelpreisträger Günter Grass.

Grass erhält 1999 den Nobelpreis vom schwedischen König Carl Gustaf.
Grass erhält 1999 den Nobelpreis vom schwedischen König Carl Gustaf.
Keystone
Günter Grass stellt am Montag, 4. September 2006, in Berlin sein neues Buch «Beim Häuten der Zwiebel» vor.
Günter Grass stellt am Montag, 4. September 2006, in Berlin sein neues Buch «Beim Häuten der Zwiebel» vor.
Keystone
Grass vor seinem Haus in Behlendorf, 1999.
Grass vor seinem Haus in Behlendorf, 1999.
Keystone
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Der bildende Künstler Grass war immer ein Realist, auch als alle abstrakt malten. Tiere waren von früh an seine Leidenschaft. Hühner und Kröten, den Butt und die Rättin, den Krebs und natürlich die Schnecke, das Wappentier: Sie alle hat er «in Kupfer, in Stein», mit Feder und Stift zu Papier gebracht. Sie schmücken die Umschläge seiner Romane, etliche Ausstellungen und das Arbeitszimmer so manchen Studienrats. Auch sich selbst hat er gern gezeichnet, mit Hut, Pfeife und wissend melancholischem Blick. Was für ein Tier aber ist er selbst gewesen, «der Grass», Grassus maximus dantzigensis, der jetzt, nach mehr als sechzig Jahren literarisch-politischer Aktivität, von uns gegangen ist, was auch der kaum glauben möchte, der über die alljährliche Publikation, den jeweils neuen Auftritt mehr als einmal gestöhnt hat?

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