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García Lorca wird aus Massengrab exhumiert

Im Streit um die Exhumierung des 1936 von den Faschisten hingerichteten spanischen Dichters Federico García Lorca gibt es eine spektakuläre Wende.

Nach jahrelangem Widerstand will die Familie des Poeten die Öffnung der Grabstätte zulassen.

Spaniens berühmtester zeitgenössischer Dichter war zu Beginn des Bürgerkrieges (1936-1939) von den Schergen des späteren Diktators Francisco Franco (1939-1975) erschossen und nahe Granada im Süden des Landes in einem Massengrab verscharrt worden. Als Linker und Homosexueller war Lorca den Faschisten besonders verhasst.

Die Hinterbliebenen von zwei weiteren Opfern des Bürgerkrieges, die zusammen mit dem Autor der «Zigeuner-Romanzen» ermordet worden waren, wollen das Massengrab öffnen lassen, um ihre Angehörigen würdevoll bestatten zu können.

Wunsch respektiert

Sie wandten sich vergangene Woche mit einem entsprechenden Gesuch an den Ermittlungsrichter Baltasar Garzón. Dieser hat eine grossangelegte Untersuchung eingeleitet, um die politisch motivierten Verbrechen während des Bürgerkrieges und der Franco- Diktatur aufzuklären.

«Wir respektieren den Wunsch der anderen Hinterbliebenen und werden sie nicht behindern», sagte Lorcas Grossnichte Laura García Lorca der Zeitung «El País». Historiker und Schriftsteller fordern schon seit Jahren, auch der Dichter müsse eine würdevolle Beisetzung erhalten.

SDA/rb

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