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Erst glühte sie für die Hitler-Jugend, heute ist sie eine Ikone des Widerstands

Eine neue Biografie spürt dem seelischen Pulsschlag von Sophie Scholl nach.

Undatiertes Foto von Hans Scholl, Sophie Scholl und Christoph Probst (von links), die als Mitglieder der Münchner Widerstandsbewegung «Weisse Rose» vom NS-Regime 1943 hingerichtet wurden.
Undatiertes Foto von Hans Scholl, Sophie Scholl und Christoph Probst (von links), die als Mitglieder der Münchner Widerstandsbewegung «Weisse Rose» vom NS-Regime 1943 hingerichtet wurden.

Nach sechs Sekunden ist es vorbei: Sophie Scholls Leben findet am 22. Februar 1943 um 17 Uhr durch die «Fallschwertmaschine» im Gefängnis München-Stadelheim sein Ende. Um 17.02 stirbt ihr Bruder Hans, um 17.05 ihr Mitstreiter Christoph Probst. «Es lebe die Freiheit!», lauteten die letzten Worte von Hans Scholl. Und «Freiheit, FREIHEIT» hatte seine Schwester Sophie unbemerkt auf die Rückseite der Anklageakten geschrieben. Erst Jahrzehnte nach der Hinrichtung wurde dieses Vermächtnis der 21-Jährigen entdeckt: ein weiterer Baustein im Mythos Weisse Rose. Heute gibt es kaum eine Stadt in Deutschland ohne Geschwister-Scholl-Schule, und am Eingang der Maximilians-Universität München erinnern steinerne Flugblätter an den Widerstand der Geschwister.

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