Zum Hauptinhalt springen

Ein Plagiat aus Verehrung

Der Schriftsteller Urs Mannhart hat sich der Figuren des österreichischen Autors Thomas Brunnsteiner bedient. Obwohl als Liebeserklärung gedacht, treffen sich die beiden wahrscheinlich vor Gericht.

Bankrotterklärung des Romanciers: Urs Mannhart wagt sich nur mit «verbürgten» Figuren in die Fiktion . Foto: Beat Schweizer
Bankrotterklärung des Romanciers: Urs Mannhart wagt sich nur mit «verbürgten» Figuren in die Fiktion . Foto: Beat Schweizer

Es war ein deutliches Mea Culpa. Einen «grossen Fehler» habe er begangen, gestand Urs Mannhart bereits Ende Juli in einem E-Mail-Brief an den österreichischen Autor Thomas Brunnsteiner. «Ich wollte Sie nicht verletzen, ich wollte Ihnen nichts wegnehmen, ich wollte mich nicht an Ihnen bereichern, ich wollte nicht Ihren Zorn wecken, ich wollte das Gegenteil von all dem!» Als Gründe dafür, wieso er Brunnsteiner nicht frühzeitig über seine Aneignungen aus dessen Reportagen informiert habe, nannte Mannhart etwa seine «Schüchternheit», den jahrelangen Schreibprozess sowie seine Abneigung, sich im Roman als «Narziss» und «Selbstdarsteller» nur auf eigene Reportagen zu beziehen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.