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«Die Schweizer Demokratie ist überfordert»

Helmut Willke hat den Zustand westlicher Staaten untersucht. Auf das hiesige System sieht der Soziologe grosse Probleme zukommen – und empfiehlt, von China zu lernen.

Nachzügler: Einführung des Frauenstimmrechts auf kantonaler Ebene in Hundwil, Appenzell-Ausserrhoden. Innerrhoden folgte ein Jahr später, juristisch dazu gezwungen. (30. April 1989)
Nachzügler: Einführung des Frauenstimmrechts auf kantonaler Ebene in Hundwil, Appenzell-Ausserrhoden. Innerrhoden folgte ein Jahr später, juristisch dazu gezwungen. (30. April 1989)
Keystone
Nach der Katastrophe übernahm wieder die Politik das Primat: Arbeitslose in Cleveland, Ohio, während der Grossen Depression. (9. Oktober 1930)
Nach der Katastrophe übernahm wieder die Politik das Primat: Arbeitslose in Cleveland, Ohio, während der Grossen Depression. (9. Oktober 1930)
Keystone
Gibt es Dinge, die wir von China lernen können? Versammlung des Parlaments in Peking. (10. März 2014)
Gibt es Dinge, die wir von China lernen können? Versammlung des Parlaments in Peking. (10. März 2014)
Keystone
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Die Schweizer Demokratie basiert auch auf der Annahme, dass die Schwarmintelligenz vieler Stimmbürger mehrheitlich zu klügeren Entscheiden führt als der Rat weniger Experten. Was ist falsch daran? Der Hausverstand der direkten Demokratie reichte aus für die klassischen politischen Probleme des 19. Jahrhunderts, Strassenbau etwa oder die langsame Ausbildung der Mittelklasse. Die immer komplexeren Fragen der Globalisierung vermag diese Schwarmintelligenz aber leider nicht mehr kompetent zu beantworten: systemische Fragen also wie die Finanzkrisen und Pandemien, internationaler Terrorismus und Klimawandel.

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