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«Die meisten Linken haben sich für die Risiken nicht interessiert»

Der Umwelthistoriker Joachim Radkau hat ein neues Buch veröffentlicht. Im Interview spricht er über die Folgen von Fukushima, Eigenarten der Schweizer AKW-Geschichte und die Atomeuphorie der 1950er-Jahre.

Ein Schock, der um die Welt ging: Explosion im AKW Fukushima, 14. März 2011.
Ein Schock, der um die Welt ging: Explosion im AKW Fukushima, 14. März 2011.
Keystone
Schweizer Anti-AKW-Bewegung: Früher (hier in Gösgen am 12. November 1978) und...
Schweizer Anti-AKW-Bewegung: Früher (hier in Gösgen am 12. November 1978) und...
Keystone
Soll bald vom Netz: Obensicht auf das Kernkraftwerk Mühleberg (9. August 2012).
Soll bald vom Netz: Obensicht auf das Kernkraftwerk Mühleberg (9. August 2012).
Keystone
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Die Weltöffentlichkeit blickt derzeit nach Nordkorea, woher atomare Erstschläge drohen. Beeinflusst dieser Schauplatz auch die Diskussion der zivilen Nutzung der Atomkraft? Merkwürdigerweise kaum. Dabei gab und gibt es durchaus Wechselwirkungen: In den USA etwa ist die Anti-AKW-Bewegung aus einem Protest hervorgegangen, der sich gegen Atomwaffentests richtete. In Deutschland hingegen war das nicht der Fall. Das könnte mit dem Manifest der Atomphysiker von 1957 zu tun haben, in dem die Ansicht vertreten wurde, die zivile Nutzung habe mit der militärischen nichts zu tun. Eine Behauptung, die später von der Atomlobby aufgenommen wurde: «Ihr habt Angst vor der Bombe, dabei gehts uns doch um das friedliche Atom.»

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