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Die chinesische Lektion

Wie fühlt es sich an, ins Chinesische übersetzt zu werden? Der Schweizer Autor Daniel Goetsch ist mit seinem letzten Roman nach Shanghai gereist. Bericht einer gehörigen Verstörung.

Europa habe seine besten Tage hinter sich: An der Weltausstellung in Shanghai, Mai 2010.
Europa habe seine besten Tage hinter sich: An der Weltausstellung in Shanghai, Mai 2010.
Keystone

Eine Woche organisierter Kulturaustausch. Ein Schweizer Schriftsteller bei den Chinesen. Begegnungen mit Studierenden in Shanghai, Ningbo und Hangzhou. Stumm fragende Blicke, mehrdeutiges Schweigen. Stundenlang im Auto unterwegs. Ein Reigen von Strassenbildern, geprägt von Wohnblöcken, heruntergekommenen Häuserzeilen, schachtartigen Innenhöfen, Krämerläden, Garküchen, neonerleuchteten Schriftzeichen und den altbekannten Marken Prada, Gucci, Bulgari. Endlose Taxifahrten. Unbegreifliche Umwege. Tastende Gespräche über üppig gedeckte Tische hinweg. Immer wieder Missverständnisse, gefolgt von Stirnrunzeln, gelegentlich befreiendem Gelächter.

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