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Das Zigeunerleben war selten lustig

«Sans-Papiers» am Ende des 18. Jahrhunderts: Der Berner Schriftsteller Lukas Hartmann erzählt in «Räuberleben» die Geschichte des Sinti-Clanchefs Hannikel und seiner Bande.

Zweifellos kein edler Robin Hood: Hannikel, der Bandenchef.
Zweifellos kein edler Robin Hood: Hannikel, der Bandenchef.

Am 17. Juli 1787, einem strahlenden Sommertag, herrschte ausgelassene Volksfeststimmung im Städtchen Sulz am Neckar. Tausende hatten sich auf dem «Galgenbuckel» eingefunden, um mit eigenen Augen zu sehen, wie die vier Delinquenten im Büsserhemd und mit geschorenen Haaren im Namen der Gerechtigkeit zu Tode gebracht wurden. «Da hingen sie nun zu viert an ihren Stricken: Duli, Wenzel, Nottele und ihr Hauptmann Hannikel, mit heraushängenden Zungen, die verfärbten Gesichter verzerrt, dunkel gefleckt die Hosen», schreibt der Berner Schriftsteller Lukas Hartmann in seinem neuen Roman «Räuberleben».

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