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Das Madonnengesicht der Literaturkritik

Seitenwechsel: Felicitas von Lovenberg, Literaturchefin der FAZ, leitet künftig den Piper-Verlag.

Die Meldung hat die gesamte Branche überrascht: Nachfolger des geschassten Piper-Verlegers Marcel Hartges wird kein im Umgang mit Bilanzen, Kalkulationen und Marketingkampagnen erfahrener Profi, sondern jemand von der «anderen Seite», eine Literaturkritikerin. Felicitas von Lovenberg (41) gehört zu den prominenten Stimmen der Zunft, besonders weil sie auch optisch gut rüberkommt. Mit ihrem Madonnengesicht macht sie im Fernsehen eine gute Figur, etwa als Gastgeberin des SWR-Formats «Lesenswert».

Felicitas von Lovenberg ist ein Ziehkind des charismatisch-dämonischen FAZ-Herausgebers Frank Schirrmacher. 1998 trat die Frau aus dem Münsterland, eine studierte Anglistin (Oxford!), in die Redaktion ein, betreute dort erst den Kunstmarkt, dann die Literatur und wurde schliesslich Literaturchefin – ein prestigebelasteter Posten, fast wichtiger als der Feuilletonchef, seit er von Marcel Reich-Ranicki gehalten und geprägt worden war.

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