Zum Hauptinhalt springen

Bob Dylan nimmt Literaturnobelpreis an

Der US-Musiker Bob Dylan hat sein wochenlanges Schweigen zum Literatur-Nobelpreis gebrochen. Er will zur Nobelpreis-Verleihung nach Stockholm kommen.

Hat er ausgerechnet seine Nobel-Rede abgeschrieben? Bob Dylan. (6. Februar 2015)
Hat er ausgerechnet seine Nobel-Rede abgeschrieben? Bob Dylan. (6. Februar 2015)
Vince Bucci, Keystone
Hat den Nobelpreis angenommen: Musiklegende Bob Dylan im Ostzimmer des Weissen Hauses in Washington, USA. (29. Mai 2012)
Hat den Nobelpreis angenommen: Musiklegende Bob Dylan im Ostzimmer des Weissen Hauses in Washington, USA. (29. Mai 2012)
Jim Lo Scalzo, Keystone
Dylan ist am 24. Mai 1941 als Robert Allen Zimmerman in Duluth im US-Bundesstaat Minnesota geboren worden. Er spielt neben Gitarre auch Mundharmonika, Orgel und Klavier. (11. Juli 1998)
Dylan ist am 24. Mai 1941 als Robert Allen Zimmerman in Duluth im US-Bundesstaat Minnesota geboren worden. Er spielt neben Gitarre auch Mundharmonika, Orgel und Klavier. (11. Juli 1998)
Laurent Ais, Keystone
1 / 15

Seitdem am 13. Oktober bekannt geworden war, dass der diesjährige Literaturnobelpreis an Bob Dylan geht, hatte sich der Musiker nie dazu geäussert. Nun hat er sein Schweigen endlich gebrochen. «Ob ich den Preis annehme? Selbstverständlich», zitierte ihn das Nobelpreiskomitee in einer in der Nacht zum Samstag verbreiteten Erklärung. Dylan war bisher nicht zu erreichen gewesen, was für Unmut gesorgt hatte.

Er werde am 10. Dezember nach Stockholm kommen, sagte er der britischen Zeitung «The Telegraph», die in der Nacht zum Samstag einen Bericht online stellte. «Absolut, wenn es denn möglich ist», wurde der 75-Jährige zitiert.

«Nun, hier bin ich»

«Es ist schwer zu glauben», sagte Dylan im «Telegraph» zum prestigeträchtigen Preis. Als er das erste Mal von der Ehrung erfahren habe, sei es «fantastisch, unglaublich» gewesen. «Wer träumt schon von so etwas?» Er sei «sprachlos» gewesen, berichtete das Nobelpreiskomitee. «Ich schätze diese Ehre sehr.»

Zu seinem langen Schweigen zur Verleihung des Preises und zu den nicht beantworteten Telefonanrufen des Nobelpreiskomitees wollte sich Dylan nicht äussern. «Nun, hier bin ich», sagte er lediglich.

«Habe da keine Meinung»

Ob sein Werk tatsächlich eines Nobelpreises würdig sei oder einem jüngsten Vergleich mit altgriechischer Poesie standhalte, darauf wollte Dylan im Gespräch mit dem «Telegraph» nicht näher eingehen. «Darüber lasse ich andere Leute entscheiden», sagte er. «Die Akademiker sollten das wissen, ich bin dafür nicht wirklich qualifiziert. Ich habe da keine Meinung.»

Dylan hatte den diesjährigen Literaturnobelpreis Mitte des Monats als erster Songschreiber für seine poetischen Neuschöpfungen in der amerikanischen Songtradition bekommen. Dylan sei ein «grossartiger Dichter» und habe den «Status einer Ikone», sagte die Chefin der Schwedischen Akademie, Sara Danius, zur Begründung.

Diverse Auszeichnungen

In seiner über ein halbes Jahrhundert langen Karriere wurde Dylan unter anderem mit einem Oscar, Pulitzer-Preis, Polar-Music-Preis und Golden Globe ausgezeichnet. Zu seinen berühmtesten Liedern zählen «Mr. Tambourine Man», «Like a Rolling Stone» und «The Times They Are a-Changin'».

Die mit acht Millionen schwedischen Kronen (rund 830'000 Euro) dotierte Auszeichnung wird am 10. Dezember – dem Todestag des Preisstifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel (1833–1896) – gemeinsam mit den anderen Nobelpreisen in Stockholm verliehen.

SDA/chi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch