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Am Schluss verliert sie sogar die Sprache

Die kambodschanische Prinzessin Vaddey Ratner hat ein erschütterndes Buch über ihre Kindheit unter dem Terrorregime der Roten Khmer geschrieben.

Von Martin Ebel
Vaddey Ratner hat die Deportation aufs Land, Zwangsarbeit, Hunger und Krankheit überlebt, aber einen grossen Teil ihrer Familie verloren. Foto: PD
Vaddey Ratner hat die Deportation aufs Land, Zwangsarbeit, Hunger und Krankheit überlebt, aber einen grossen Teil ihrer Familie verloren. Foto: PD

«Im Schatten des Banyanbaums» ist kein Buch, das man wegen seines literarischen Wertes lesen müsste. Aber es ist ein bewegendes document humain, und es erinnert an Gräuel der jüngsten Vergangenheit, die in unserem Bewusstsein längst von neuen überdeckt sind: vom Morden in Syrien, von den Massakern im Irak. Der Steinzeitkommunismus von Pol Pot und seinen Roten Khmer führte zum gewaltsamen Tod von fast zwei Millionen Kambodschanern. Er fand seinerzeit übrigens auch unter Europas Studenten seine fernen Anhänger und Propagandisten, und seine Verbrechen wurden bis heute nicht geahndet. Ein Sondertribunal, erst 2006 ins Leben gerufen, verhandelt mühsam gegen alte Männer, die sich an nichts erinnern.

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