Buchstreitbindung – die letzte Runde

Was passiert beim Wegfall der Buchpreisbindung im Einzelnen? Dazu gibt es Langzeitstudien und Ländervergleiche. Hier eine Zusammenfassung.

Die Diskussionen um Sinn oder Unsinn der schweizerischen Buchpreisbindung sind nur noch schwer zu entwirren.

Die Diskussionen um Sinn oder Unsinn der schweizerischen Buchpreisbindung sind nur noch schwer zu entwirren.

(Bild: Keystone)

Christine Richard

Der Kampf tobt seit Jahrzehnten. Fixe Buchpreise – ja oder nein? Die meisten europäischen Länder kennen feste Buchpreise, und wer sie abschaffte wie Frankreich, hat sie mit gutem Grund wieder eingeführt. Und die Eidgenossenschaft? Kein normaler Buchkäufer kann aus dem Stand sagen, ob oder wann und warum die Buchpreisbindung ausgerechnet in der Schweiz aufgehoben wurde. Mal ist sie da, dann (seit 2007) wieder weg, und als die Preisbindung erneut als Gesetz auftauchte, brach ein Hickhack los, weil der Entwurf im Bereich Online-Handel nachlässig formuliert war. Im März 2011 entschied sich das Parlament endgültig für das Bundesgesetz zur Buchpreisbindung. Bürgerliche Jungparteien ergriffen das Referendum. Jetzt soll das Volk am 11. März entscheiden. Was sieht das Bundesgesetz vor?

Entwarnung: Der Festpreis ist weniger fest, als seine Gegner behaupten. Der Verleger hat laut neuem Gesetz selbstverständlich die Freiheit, den Endverkaufspreis für sein Buch selbst festzusetzen. Die Höhe wird sich danach richten, was der Markt und die eigene Machtstellung hergeben. Der Preisüberwacher kontrolliert, ob die Preisdifferenz zum Ausland zu gross ist. Alle Buchhändler, egal ob gross oder klein, ob im Internet oder nicht, müssen das Buch dann zu diesem festen Endpreis an uns verkaufen. Dabei haben die Buchhändler prinzipiell die Freiheit, ihren Kunden einen Rabatt bis zu fünf Prozent zu gewähren.Damit kann die Buchhandlung flexibel auf Kundenwünsche reagieren, und die Grossbuchhandlung kann die Kleinen nicht mit Riesenrabatten niederkonkurrieren. Aber auch an die Grossen und den Massenabsatz hat das Gesetz gedacht: Wer zum Beispiel 100 Exemplare eines Titels verkauft, kann den Kunden einen Rabatt bis 20 Prozent gewähren.

Rabatte gibt es auch für Lehrmittel und Bibliotheken. Rabatte können gewährt werden für Subskriptionen, geschlossene Reihen und Buchgemeinschaftsausgaben. Und nach 18 Monaten kann der Verleger die feste Preisbindung beenden, was er auch tun wird, wenn er mit Internet-Angeboten mithalten will. Für gebrauchte Bücher und Mängelexemplare gilt die Preisbindung nicht.

Erste Zwischenbilanz: Das zur Abstimmung vorliegende Gesetz fasst die Buchpreisbindung so locker wie möglich, um den Markt spielen zu lassen, und so eng wie nötig, um Rabattschlachten zu verhindern, bei denen kleinere und mittlere Buchhandlungen und Verlage nicht mithalten können. Was passiert beim Wegfall der Buchpreisbindung im Einzelnen? Dazu gibt es Langzeitstudien und Ländervergleiche. Hier eine Zusammenfassung.

1. Die Folgen für den Buchhandel

Fällt die Buchpreisbindung in der Schweiz endgültig, wird für Grossverteiler und Discounter das Buchgeschäft plötzlich interessanter. Sie können für ein eingeschränktes Sortiment leicht verkäuflicher Buchtitel Niedrigstpreisangebote machen. Sie können Bestseller-Titel bei den Verlagen in enormer Stückzahl günstig einkaufen und diese Rabatte nach Gutdünken teilweise an die Kundschaft weitergeben, ohne sich um unbekanntere Autoren, etwa aus der Schweiz, kümmern zu müssen. Traditionelle Buchhandlungen mit breitem Sortiment können nicht mithalten. Der Absatz lukrativer Titel verlagert sich zu den Grossen. Bestseller, die im Supermarkt gekauft werden, fehlen der Buchhandlung möglicherweise im Umsatz. Eine feste Kalkulationsbasis fehlt ihr ohne Festpreise sowieso.

2. Die Folgen für die Verlage

Der Preiskampf zwischen Kaufhäusern, Grossverteilern und Kettenläden würde an die Verlage weitergegeben werden. Schon jetzt pressen Grosskunden aus den Verlagen hohe Rabatte. Bislang aber haben die Verlage nachweislich durch ihre Bestseller, aktuellen Sachbücher und Unterhaltungsliteratur jene Bücher finanzieren können, die schwerer zu verkaufen sind: kritische Klassikerausgaben, Lyrik, junge Autoren, auch Schweizer Autoren.

Diese Querfinanzierung, eine indirekte Autorenförderung ohne Staat, wäre nicht mehr möglich, wenn die Verlage ihre Bestseller zu Niedrigstpreisen anbieten müssten. Kleinere Firmen und Schweizer Verlage können beim Kampf um Bestseller schon heute nicht mithalten, weil sie kein Geld für Starhonorare oder Lizenzen haben. Wenn der Handel völlig auf Megaseller ausgerichtet wird, haben sie erst recht keine Chance. Mit dem Fall der Preisbindung würde die Vielfalt der Verlage und Buchtitel schrumpfen.

3. Die Folgen für den Kunden

Hardliner, die Liberalismus mit Laisser-faire verwechseln, sind gegen den Festpreis. Im Glauben, dass Wettbewerb zu niedrigen Preisen und Deregulierung zu hohen Rabatten führe, appellieren sie an den gesunden Instinkt im Käufer: Hauptsache billig. Doch wie entwickelt sich der Preis realiter mit Ende der Preisbindung? Seit Wegfall der Festpreise 2007 gibt es in der Schweiz tatsächlich mehr Sonderangebote und unterschiedliche Preise fürs gleiche Buch. Aber das war entweder eine nette Geste unseres Lieblingsbuchhändlers oder ein Lockvogelangebot, falls es nicht ein Schachzug vom Discounter war, um Stimmung für die Liberalisierung zu machen.

Was gilt langfristig? Dazu die Basler Prognos AG in einer ländervergleichenden Langzeitstudie: «Nur die Bestseller werden billiger. Die meisten übrigen Bücher werden im Einzelhandel teurer.» Warum? Werden Bestseller billiger, kann der Händler die anderen Titel nicht mehr querfinanzieren. Zudem nützt er gerne seinen neuen Gestaltungsraum für Preise – nach oben.

Mit Wegfall der Preisbindung bekommt der Kunde also billigere Bestseller, muss dafür aber bei allen anderen Titeln mit steigenden Preisen rechnen, oder er büsst die Vielfalt des Angebots ein. Im Schnitt steigen die Buchpreise. Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) plädiert für feste Buchpreise.

4. Die Folgen für die Autoren

Der Verband der Schweizer Autorinnen und Autoren ist für die Preisbindung. Warum? Fallen Festpreis und Kalkulationsbasis, sind Verleger weniger zu künstlerischen Risiken bereit und könnten No Names nicht querfinanzieren.

Für die Preisbindung kämpfen so unterschiedliche Autoren wie Oskar Freysinger, Pedro Lenz oder Franz Hohler. Warum? Weil sie in deregulierten Märkten keine Chance hätten. Autoren von mittlerem Bekanntheitsgrad wie Charles Lewinsky oder mit regionalem Eigensinn wie Arno Camenisch würden völlig an den Rand gedrängt. Der Nachwuchs muss sehen, wo er bleibt. Wer als unbekannter Autor glaubt, im Internet berühmt zu werden ohne Hilfe von Verlag und Handel, der kann es ja versuchen. Natürlich gibt es Kleinstverlage wie Urs Engeler, die auf Direktvertrieb im Netz setzen. Aber das sind Nischen; die Mitte bricht weg, das breite Sortiment und Spektrum der Autoren. Im Gegensatz zur Musikszene, wo unbekannte Bands sich freuen, im Internet über Nacht für ein paar Monate zu Stars zu werden, arbeitet ein Autor rund zwei Jahre an seinem Buch und ist auf langfristige Unterstützung durch einen guten Verlag und Buchhandel angewiesen, etwa bei Werkausgaben.

Zweite Zwischenbilanz: Die angeblich wettbewerbshindernde Preisbindung ist just dazu da, um den freien Wettbewerb erst zu ermöglichen, indem sie versucht, für grosse und kleine Player möglichst gleich lange Spiesse zu schmieden. Die Wettbewerbshüter wenden theoretisch zu Recht ein, dass mangelnder Wettbewerb zu überhöhten Preisen führen könne. Aber mangelnde Vielfalt im Angebot ist mitunter ebenso problematisch. Der Buchmarkt ist im Umbruch. Dass die Buchpreisbindung automatisch Vielfalt garantiert, ist so wenig nachweisbar wie die Behauptung, dass sie automatisch zu «überhöhten» Preisen führt. In Ländern mit Buchpreisbindung wie Frankreich oder Deutschland stieg der Buchpreis zwischen 2000 und 2007 nur leicht oder sank sogar – und er blieb stets unterhalb der allgemeinen Teuerung. Hingegen in Grossbritannien, einem Land ohne Buchpreisbindung, lag der Buchpreis über dem allgemeinen Index und stieg sogar stärker (www.statistics.gov.uk). Das kann viele Ursachen haben, aber die Zahlen bleiben.

Discounter bedrohen den Wettbewerb

Neoliberale sehen mit der Preisbindung in der Schweiz den freien Markt in Gefahr. Das Dumme ist nur: 80 Prozent der Bücher kommen sowieso vom Ausland. Bei den Belletristikverlagen gibt es, neben winzigen Playern, nur noch einen Verlag von Rang: Diogenes. Die Pflege bekannter Schweizer Autoren wird deutschen Verlagen überlassen, sie legen die Preise fest, sie bestimmen Inhalte mit, sie unterstützen, wie zuletzt im Fall Ammann, sogar wackelige Schweizer Verlage. Wo sind die Schweizer Mitwettbewerber? Letztlich schützt die Buchpreisbindung in Europa derzeit noch die Vielfalt des Buchangebots in der Schweiz, egal wie die Volksabstimmung am 11. März ausgeht. Aber nur weil es egal ist, muss man diesen Ländern nicht in den Rücken fallen; sie haben sich nach vielen wettbewerbsrechtlichen Bedenken dennoch für die Preisbindung entschieden.

Wenn der Wettbewerb im Buchhandel von etwas bedroht ist, dann nicht von dieser gesetzlich so locker gehaltenen Buchpreisbindung, sondern von Grossketten und Discountern. Buchketten wie Thalia schlucken peu à peu die kleinen Läden, in Deutschland wie in der Schweiz, das ist bedauerlich. Aber in den USA sterben nicht nur die kleineren Läden; mit Borders ist genau vor einem Jahr die zweitgrösste Buchhandelskette in Konkurs gegangen.

Auch Kettenläden wie Thalia fürchten Umsatzeinbussen. Die Krake Internet frisst die herkömmlichen Vertriebswege. Das Online-Angebot wirkt wunderbar vielfältig; jeder darf hier veröffentlichen. Geschäftsbeherrschend aber in diesem bunten Jekami sind profitorientierte Grossfirmen wie Amazon. Wer als Liberaler für den freien Markt plädiert, muss offensiv gegen Konzentrationsprozesse vorgehen und aktiv Netzpolitik betreiben, etwa die Urheber schützen. Die Schweizer Buchpreisdebatte ist vor diesem multinationalen Szenario völlig nachrangig. Dieses grosse Palaver mit kleinen Folgen – ist das nun Verhältnisblödsinn? Nein. Es geht ums Prinzip. Der Kampf um die Buchpreisbindung ist letztlich ein Stellvertreterstreit; es geht um Geist gegen Geld. Im Produkt Buch fällt beides zusammen; das spaltet.

Das Buch hat einen Doppelcharakter. Es ist eine Ware wie jede andere, aber anders als fast alle anderen Waren ist ein Buch zugleich die Verkörperung von Geist. Diesen zwei Eigenschaften des Buchs entspringen zwei politische Positionen: Wer für freie Preise stimmt, versteht das Buch prioritär (!) als Handelsware und will möglichst billige Bücher; wer für die Buchpreisbindung stimmt, will prioritär (!) den Geist des Buches schützen und schaut auf Vielfalt und Qualität. Zwei sehr unterschiedliche Grundhaltungen, die sich durch alle Parteien ziehen; es bilden sich überraschende Koalitionen. Das verwirrt.

Bücher zu deutschen Preisen

Die bürgerlichen Jungparteien haben gegen das vorliegende Buchpreisbindungsgesetz das Referendum ergriffen mit dem Argument: Kommt die Preisbindung, so weichen die Schweizer aus und kaufen in ausländischen Online-Shops, das schadet dem einheimischen Buchhandel. Stimmt. Aber das tun sie sowieso. Die Jüngeren kaufen Texte und Musik per Internet im Ausland. Und grosse Schweizer Buchhändler wie Ex Libris (Migros) oder Orell Füssli bauen seit Längerem an Online-Verkaufsplattformen in Deutschland, dort sollen Schweizer Kunden ihre Bücher zu deutschen Preisen kaufen können. Geht das rechtlich?

Das neue Gesetz zur Buchpreisbindung soll zwar vollumfänglich auch im grenzüberschreitenden Online-Handel gelten. Direktbestellungen von Privatkunden nach Hause sind jedoch schwer zu kontrollieren. Allerdings dürfen Kontrollprobleme kein Grund sein, ein Gesetz abzulehnen. Denn was passiert umgekehrt, falls die Preisbindung jetzt endgültig abgeschafft werden sollte, und falls die Schweiz damit gar Schule machen sollte in Europa? Dazu die Prognos-Studie: «Mit der Abschaffung der Buchpreisbindung kann der Internet-Buchhandel sein wichtigstes Verkaufsargument, den Preis, ungehindert ausspielen.» Dann zählt nur noch das Geld.

Dass die kleineren Krämer weg sind, mag jüngere Internet-Kunden derzeit wenig jucken. Hauptsache, ein Buchschnäppchen. Doch bis ans Ende ihres Lebens werden sie sich über die preiswerteren Online-Bücher kaum freuen dürfen. Firmen bieten Preisbrecher erfahrungsgemäss nur während ihrer Take-off-Phase an. Später werden wenige Marktführer den Preis bestimmen. Und die Gesetze? Schon jetzt wagen deutsche Verleger nicht, gegen Riesen wie Amazon zu klagen, wenn diese die gesetzliche Buchpreisbindung brechen. Wer will schon von Amazon aus dem Sortiment genommen werden?

Neoliberale Kritiker fordern freie Preise mit dem Argument, dass im Buchhandel auch nur Produkte gehandelt würden. Das stimmt wie jeder Allgemeinplatz. Allerdings werden diese Produkte überwiegend noch von Menschen gehandelt, die von Qualitätsware etwas verstehen, Menschen, welche die Bücher pflegen und hegen wie der Bio-Bauer seine Tiere. Menschen, die, wenn sie ihre Autoren schlachten müssen, weil sie zu wenig Profit abwerfen, leiden. Auch die Buchhändlerin bei Thalia (Douglas-Konzern) lässt es nicht kalt, dass der Anteil des Non-Book-Bereichs künftig 30 bis 40 Prozent betragen soll. Amazon ist noch weiter, Amazon verkauft alles. Der Internet-Buchhandel wurde nicht geschaffen, um guten Geschmack zu belohnen oder neues Wissen durchzusetzen, sondern um Profit abzuwerfen. Dieses kommerzielle Ziel bestimmt sein Angebot. Aber ein Gründergeist kann sich auch ändern.

Herkömmliche Verleger, Lektoren, Agenten, Verlagsvertreter, Buchhändler, auch Buchkritiker und Literaturveranstalter: Noch bilden sie eine Vertriebskette der Leidenschaft. Sie haben ein Know-how, auf das kein Autor von Rang verzichten kann. Sie achten, solange als möglich, auf Qualität, vergleichbar dem Lebensmittelschutzgesetz. Sie produzieren viel Ramsch, aber nur ungern die Nachfrage danach. Warum auf diese über Jahrhunderte gewachsene Vertriebskette der Leidenschaft verzichten? Weil der Internet-Handel sowieso irgendwann den stationären Buchladen frisst? Mit dem gleichen Argument könnte man Media-Markt und Migros schliessen.

Schützenswerte Kultur verteidigen

Die Buchpreisbindung verhindert die Preisbildung durch Angebot und Nachfrage? Mit dem gleichen Argument könnte man die milliardenschweren Agrarsubventionen niedermachen – auch sie verzerren den Markt, wie die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) rügt. Aber vielleicht ähneln sich Bauern und Buchleute. Vielleicht verteidigen sie heute eine schützenswerte Kultur, die morgen lebenswichtig wird.

Die Dynamik des Internets bestimmt die gesellschaftliche Dynamik, vom arabischen Raum bis zum Schweizer Buchmarkt. Grosse Netzfirmen wie Amazon oder Apple, Google oder Microsoft sind dabei, zu Monopolkapitalisten unserer Daten und Bilder, Bücher und Bildungsangebote zu werden. Hier mithalten heisst mitgestalten, heisst Gegenangebote machen, in Schule und Bildung, in eigenen Qualitätsmedien, Verlagen, Buchhandlungen, online wie stationär.

Europa und schon gar nicht die Buchpreisbindung einzelner Länder werden sämtliche Buchläden und Verlage retten können; aber ihr Sterben verzögern, das kann man schon. So lange vielleicht verzögern, bis Lohnansprüche und Lebensniveau in den Niedriglohnländern steigen. Dann wächst die Lust auf Luxus und auch auf hochwertige Kulturgüter.

Heute kaufen Millionen Chinesinnen Taschen von Gucci und Tücher von Hermès, morgen staunen sie in Paris über Bouquinisten, winzige Buchläden und Antiquariate – wie wir in den wunderbar winkligen Läden von New Yorks China Town stöbern. Heute importieren die Scheichs europäische Orchester und Ausstellungen, morgen fahren die Araber vielleicht lieber direkt ins alte Europa, um dessen Kultur an der Quelle zu erleben. Europa – ein lebendiges Museum der Kulturen?

Jeder Kontinent hat seine eigene Strategien, um Machtansprüche durchzusetzen. Die Amerikaner glauben noch, die Welt als führende Nation des Westens gestalten zu können. Die Chinesen sind dabei, die Welt aufzukaufen. Die Europäer wähnen, die anderen durch ihre Zivilkultur bändigen zu können. Glaubhaft ist das nur, wenn der europäische Geist einen festen Ort hat, hochrangige Theater und Museen, Modeplätze und Medien – oder eben auch Buchhandlungen und Verlage. Noch gibt es sie.

Ulrich Everling: «Buchpreisbindung im deutschen Sprachraum und Europäisches Gemeinschaftsrecht». Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 1997.Felix Neiger, Josef Trappel: «Buchmarkt und Buchpreisbindung in der Schweiz». Verlag Paul Haupt, Bern 2002. B. Hulliger, D. Lussmann, P. Perrett, M. Binswanger: «Erste Auswirkungen der Abschaffung der Buchpreisbindung». Hochschule für Wirtschaft, Fachhochschule Nordwestschweiz 2008.

Basler Zeitung

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