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Jede Menge Sex, aber keine Romantik

Der neue Roman von Thomas Pynchon ist eine Zeitmaschine: Die kracht mitten rein in die Szene der Surfer, Drogen und Gangster im Kalifornien der 70er Jahre.

Im Mittelpunkt steht der Pot rauchende Hippie-Detektiv Doc Sportello, der sich nur an wenig erinnern kann. Normalerweise treibt Thomas Pynchon seine Figuren durch ein Labyrinth von existenziellen Fragen wie: Wird die Welt durch eine riesige Verschwörung regiert oder ist alles nur pures Chaos? Gibt es Muster, geheime Agenden, mysteriöse Chiffren oder ist die menschliche Existenz brutaler Zufall?

In seinen postmodernen Romanen wie «V» (1963), «Die Enden der Parabel» (1973) oder «Vineland» (1990) hat das der 73-jährige US-Amerikaner immer wieder thematisiert. Die Paranoia von Doc Sportello ist allerdings weder philosophisch, noch politisch. Seine Paranoia wird von Drogen produziert. Pynchons jüngster Anti-Held in «Natürliche Mängel» ist ein schnoddriger Privatdetektiv, der in einem runtergekommenen Appartement in Gordita haust, einer Gemeinde in Venice Beach, am Strand von Los Angeles.

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