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Basel erhält ein neues Kulturzentrum

Die Stiftung Basel H. Geiger schlägt an der Spitalstrasse in Basel ihre Zelte auf. Ab nächstem Juni zeigt sie dort auf 400 Quadratmetern zeitgenössische Kunst. Die erste Ausstellung ist der Karibik gewidmet.

400 Quadratmeter Ausstellungsfläche will die Stiftung Basel H. Geiger ab nächsten Juni an der Spitalstrasse 18 in Basel bespielen.
400 Quadratmeter Ausstellungsfläche will die Stiftung Basel H. Geiger ab nächsten Juni an der Spitalstrasse 18 in Basel bespielen.

Mit zeitgenössischer Kunst aus der Karibik wird Anfang Juni 2020 ein neues privates Kulturzentrum in Basel eröffnet. An der Spitalstrasse 18 hat die im letzten Jahr gegründete Kulturstiftung Basel H. Geiger (KBHG) eine Bleibe gefunden.

Sie wird in den kommenden Jahren ein wechselndes Ausstellungsprogramm durchführen, wie Raphael Suter, der Direktor der neuen Stiftung, am Donnerstag an der Art Basel Miami Beach bekannt gegeben hat.

Suter, langjähriger Mitarbeiter und ehemaliger Kulturchef der «Basler Zeitung» sagt: «Als neue Stiftung in Basel ist es besonders wichtig, dass wir ein innovatives Programm anbieten, das unterschiedliche Perspektiven sowohl für die Basler als auch für auswärtige Besucher ­eröffnet. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Caribbean Art Initiative bei dieser spannenden Ausstellung zeit­genössischer Kunst.»

Raphael Suter erklärt im Interview, was die Stiftung Basel H. Geiger vorhat. Video: Christoph Heim

Die Räumlichkeiten in unmittelbarer Nachbarschaft zum Universitätsspital Basel liegen im Erdgeschoss einer ehemaligen Fabrik für Mikromotoren. Sie bieten eine Ausstellungsfläche von rund 400 Quadratmetern und werden in den nächsten ­Monaten von den Architekten Christ & Gantenbein sanft renoviert. Dabei gehe es darum, den Charme der ehemaligen Fabrik zu erhalten und sie für einen Ausstellungsbetrieb nutzbar zu machen, sagt Suter.

Mit der ersten Ausstellung knüpft er an die Kunstförderung der Firma Davidoff an. Der Basler Zigarrenhersteller hat sich viele Jahre für karibische Kunst und karibische Künstler engagiert, musste sich dann aber aus finanziellen Gründen aus diesem Engagement zurückziehen. Die damals entstandenen Kontakte in die Karibik werden von der Caribbean Art Initiative (CAI) weitergepflegt, die von der Baslerin Albertine Kopp geleitet wird.

Die gemeinnützige CAI hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung von Kunst und Kultur in der Karibik weltweit zu unterstützen und für ihre Verbreitung zu sorgen. Für die Ausstellung wurden die Gastkuratoren Dina Jiménez Suriel und Pablo Guardiolo verpflichtet, zwei ausgewiesene Kenner der karibischen Kunstszene.

Wechselndes Programm

Wie Suter betont, will die von ihm geleitete Kulturstiftung Basel H. Geiger nicht nur karibische Kunst fördern. Der Zweck der Stiftung sei viel breiter gefasst. Er werde in den nächsten Jahren ein wechselndes Jahresprogramm von Sonderausstellungen zu einer Vielfalt von kulturellen Themen organisieren. Es gehe ihm darum, eine Plattform für unterschiedlichste künstlerische Positionen zu schaffen. Angestrebt werden etwa 10000 Besucher pro Ausstellung.

Gegründet wurde die Kulturstiftung Basel H. Geiger durch Sibyl­le Piermattei Geiger im Jahr 2018, die zusammen mit ihrer Halbschwester gemäss «Bilanz» über ein Vermögen von geschätzten 350 bis 400 Millionen Franken verfügt. Die Stiftung löst die 2009 gegründete Kulturstiftung Hermann Geiger ab.

Kostenloser Eintritt

Die KBHG hat ihren Sitz in Basel und ist nach dem Grossvater der Stifterin benannt, dem Schweizer Pharmazeuten und Unternehmer Hermann Geiger (1870–1962). Piermattei Geiger möchte, wie Raphael Suter erklärt, den Ausstellungsbesuch kostenfrei ermöglichen und so Kunst und Kultur einem breiten Publikum zugänglich machen.

Es sei auch Geigers Wille, dass die Besucher der Ausstellungen einen kostenlosen Katalog mit nach Hause nehmen können.

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