Zum Hauptinhalt springen

Wenn die Sonne untergeht

Von romantischen Landschaften bis zu beleuchteten Strassen: Die Ausstellung «Die Nacht im Zwielicht» im Wiener Belvedere-Museum zeigt Darstellungen der dunklen Stunden von der Romantik bis heute.

Von Caspar David Friedrich inspiriert: «Winterlandschaft mit verfallenem Tor» von Carl Gustav Carus, 1816/18.
Von Caspar David Friedrich inspiriert: «Winterlandschaft mit verfallenem Tor» von Carl Gustav Carus, 1816/18.
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Johann Heinrich Füssli: «Der gerächte Neger», 1806/07.
Johann Heinrich Füssli: «Der gerächte Neger», 1806/07.
Hamburger Kunsthalle
Die Nacht im Zwielicht. Kunst von der Romantik bis heute. Ausstellungsansicht 6
Die Nacht im Zwielicht. Kunst von der Romantik bis heute. Ausstellungsansicht 6
Johannes Stoll/Belvedere
1 / 17

Die dunkle Nacht, die böse Nacht, die Gutes und Schlechtes verhüllende Nacht, die göttliche Nacht – die dunklen Stunden des Tages haben die Menschen schon immer fasziniert. Auch für die Kunst war und ist die Nacht Objekt und Inspiration, wie eine Ausstellung des Wiener Belvedere-Museums zeigt. «Die Nacht im Zwielicht» versammelt Bilder der Nacht von der Romantik bis heute, von grossflächigen Gemälden über Fotos bis zur zeitgenössischen Installation, von mythologischen und allegorischen bis zu sozialkritischen Darstellungen.

Es geht dabei aber nicht nur um eine düstere Welt und die Nacht in uns, sondern um eine vielschichtige und anregende Zeit, die auch Geborgenheit und Unsichtbarkeit bietet. Die Nacht ist die Zeit des Schlafes und der Ruhe – und des Rausches und des Traumes. Seit dem Beginn der Elektrizität und der immer stärkeren Beleuchtung ist die Nacht in einem Wandel begriffen. Das scheint zum Beispiel bei Kirchners buntem Nachtbild «Strasse mit Passanten bei Nachtbeleuchtung» von 1926 auf.

Im zur Ausstellung erscheinenden Katalog gibt es ausserdem zahlreiche Essays, die dem Phänomen kunsthistorisch, kulturwissenschaftlich und psychoanalytisch auf den Grund gehen. Wer dies noch vertiefen möchte, dem seien die kürzlich erschienenen Bücher «Tiefer als der Tag gedacht. Eine Kulturgeschichte der Nacht» der Zürcher Anglistikprofessorin Elisabeth Bronfen oder «Die Ästhetik der Nacht. Eine Kulturgeschichte» von Heinz-Gerhard Friese empfohlen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch