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Kunst ohne Grenzen

Das Museum auf Zeit, die Art Unlimited, öffnete am Donnerstag seine Tor und besticht ein weiters Mal mit ihrer Inszenierung.

Christoph Heim
Die Art Unlimitedist auch dieses Jahr eine Klasse für sich. Mehr als 5000 Quadratmeter Fläche hatte Kurator Gianni Jetzer für die Inszenierung der prestigeträchtigen Ausstellung zur Verfügung. Im Bild: «Grand Canal» (2009) des Chinesen Zhang Huan. Das Werk handelt vom Bau des Grossen Kanals in China. Huan übermalte das fast fotografische getreue Bild mit Asche. Die Bauszene wird so mit einem Überzug versehen, der an die Abertausenden von Opfern erinnern will, die dieses Monumentalwerk chinesischer Modernisierungsanstrengungen forderte.
Die Art Unlimitedist auch dieses Jahr eine Klasse für sich. Mehr als 5000 Quadratmeter Fläche hatte Kurator Gianni Jetzer für die Inszenierung der prestigeträchtigen Ausstellung zur Verfügung. Im Bild: «Grand Canal» (2009) des Chinesen Zhang Huan. Das Werk handelt vom Bau des Grossen Kanals in China. Huan übermalte das fast fotografische getreue Bild mit Asche. Die Bauszene wird so mit einem Überzug versehen, der an die Abertausenden von Opfern erinnern will, die dieses Monumentalwerk chinesischer Modernisierungsanstrengungen forderte.
Keystone
«Farrow» (2014) heisst dieses Werk des Amerikaners Gavin Kenyon (Vordergrund). Hinten: «The Sovereign Citizens Sesquicentennial Civil War Celebration» (2013) von Kara Walker, ebenfalls aus den USA. Walkers weisse Scherenschnittfiguren, die auf den ersten Blick etwas Märchenhaftes haben, dann aber bei eingehenderem Betrachten ihren diabolischen Kern umso deutlicher zu erkennen geben, erzählt es von Unterdrückung der schwarzen Amerikaner vor dem Sezessionskrieg.
«Farrow» (2014) heisst dieses Werk des Amerikaners Gavin Kenyon (Vordergrund). Hinten: «The Sovereign Citizens Sesquicentennial Civil War Celebration» (2013) von Kara Walker, ebenfalls aus den USA. Walkers weisse Scherenschnittfiguren, die auf den ersten Blick etwas Märchenhaftes haben, dann aber bei eingehenderem Betrachten ihren diabolischen Kern umso deutlicher zu erkennen geben, erzählt es von Unterdrückung der schwarzen Amerikaner vor dem Sezessionskrieg.
Keystone
«Eternity» (2013/2014) des in Shanghai lebenden Künstlers Xu Zhen. Xu Zhen setzt in seiner Skulptur auf griechische Statuen aus dem Parthenonfries kopfüber chinesische Buddhas. Es ist eine einfache, aber umso wirkungsvollere Idee, um die Kopflosigkeit und Gewalttätigkeit der Kolonialgeschichte zu thematisieren. Es soll einer sagen, diese Ausstellung sei nicht politisch.
«Eternity» (2013/2014) des in Shanghai lebenden Künstlers Xu Zhen. Xu Zhen setzt in seiner Skulptur auf griechische Statuen aus dem Parthenonfries kopfüber chinesische Buddhas. Es ist eine einfache, aber umso wirkungsvollere Idee, um die Kopflosigkeit und Gewalttätigkeit der Kolonialgeschichte zu thematisieren. Es soll einer sagen, diese Ausstellung sei nicht politisch.
Keystone
«1974 Diary» (1974) nennt sich dieses Werk des Briten Ian Breakwell.
«1974 Diary» (1974) nennt sich dieses Werk des Briten Ian Breakwell.
Keystone
«Cork Spire» (2012) des Briten David Nash. In die riesige Halle der Art Unlimited wurde von den Ausstellungsmachern ein Parcours eingeschrieben, der die Besucher an der Hand nimmt, ohne sie zu gängeln.
«Cork Spire» (2012) des Briten David Nash. In die riesige Halle der Art Unlimited wurde von den Ausstellungsmachern ein Parcours eingeschrieben, der die Besucher an der Hand nimmt, ohne sie zu gängeln.
Keystone
«Artificial Rock No. 126 »(2007) der Chinesen Zhan Wang.
«Artificial Rock No. 126 »(2007) der Chinesen Zhan Wang.
Keystone
«Walls» (2014) des östereichischen Künstlers Markus. Schinwald.
«Walls» (2014) des östereichischen Künstlers Markus. Schinwald.
Keystone
«Continuel Mobile - Sphere rouge» (2001-2013) des Argentiniers Julio Le Parc.
«Continuel Mobile - Sphere rouge» (2001-2013) des Argentiniers Julio Le Parc.
Keystone
«From Asterisks in Dockery» (2012), ein Werk des US-Amerikaners Rodney McMillian.
«From Asterisks in Dockery» (2012), ein Werk des US-Amerikaners Rodney McMillian.
Keystone
«Dark Matter» (2014) des Künstlertrios Troika (Conny Freyer, Deutschland, Eva Rucki, Deutschland und Sebastien Noel, Frankreich).
«Dark Matter» (2014) des Künstlertrios Troika (Conny Freyer, Deutschland, Eva Rucki, Deutschland und Sebastien Noel, Frankreich).
Keystone
«RR Lyrae» (2014) der Britin Ann Veronica Janssens.
«RR Lyrae» (2014) der Britin Ann Veronica Janssens.
Keystone
«Mountain Skyline Nepal» (2011) des Briten Hamish Fulton.
«Mountain Skyline Nepal» (2011) des Briten Hamish Fulton.
Keystone
«Untitled» (2014) des Schweizers Philippe Decrauzat.
«Untitled» (2014) des Schweizers Philippe Decrauzat.
Keystone
«XYT» (2013) – das Werk des Deutschen Andreas Slominski.
«XYT» (2013) – das Werk des Deutschen Andreas Slominski.
Keystone
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Wir dürfen einmal mehr ein Loblied singen: Die Art Unlimited ist auch dieses Jahr eine Klasse für sich. Über 5000 Quadratmeter Fläche hatte Kurator Gianni Jetzer für die Inszenierung der prestigeträchtigen Ausstellung zur Verfügung. In die riesige Halle wurde von den Ausstellungsmachern ein Parcours eingeschrieben, der die Besucher an der Hand nimmt, ohne sie zu gängeln.

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