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Die Welt, mit oder ohne uns

Die Photo Basel als einzige Schweizer Kunstmesse ihrer Art befindet sich auf Expansionskurs. Es lohnt sich, genau hinzuschauen.

Da ist doch was passiert. Da muss doch was passiert sein. Kein Mensch schleppt einfach so sein Baby mit zur Arbeit. Oder besser gesagt: kein Mann. Sonst stimmt ja alles. Die ehrgeizige Föhn­frisur, die seidige Krawatte, der teure Mantel mit kühn aufgeklapptem Kragen. Aber da ist dieses Baby, das heult, hemmungslos, herzerweichend, genau an der Stelle, wo der Mann an anderen, besseren Tagen sein Notebook umklammern würde. Und da sind diese Querfalten auf der Stirn, der leere Blick. Irgendeine Zukunft ist auf diesem Gesicht vor sehr kurzer Zeit zerbrochen.

Dirk Hardy heisst der Schöpfer der Szene, 30-jähriger Fotograf aus Rotterdam, ein neuer Name, einer von denen, die Galeristen gern als vielversprechendes Talent anpreisen. Aber wenige von diesen Talenten besetzen auf der Photo Basel im Volkshaus eine Koje für sich allein. Die Rotterdamer Raw Street­photo Gallery geht das Wagnis einer Solo-Show auf der Spezialmesse für Fotografie in der Basler Art-Woche ein – und gewinnt. Dirk Hardys szenografisch durchgestylte Reihe «Void» spielt in einem Aufzug, wie sie in edlen Business-Hotels oder Bankenzentralen eingebaut sind und Menschen nach oben oder unten befördern.

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