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Bertarelli streicht die Segel, Herr Wichtig bellt und Netzer lächelt

An der Art Peview schubsen und schieben sich die die einen VIPs gegenseitig durch die Einlasskontrolle. Und auffällig unauffällig geben sich die anderen.

Jeder will der Erste sein, auf dass ihm nicht ein anderer Sammler das begehrte Kunstwerk wegschnappe.
Jeder will der Erste sein, auf dass ihm nicht ein anderer Sammler das begehrte Kunstwerk wegschnappe.
Keystone

Ob am Oktoberfest oder an der Art Basel, wenn es um die Wurst – oder eben um das exklusive Kunstwerk – geht: Die Menge wird zur Masse. Von gesittetem Anstehen in der Schlange für die Preview keine Spur. Der ältere Herr zur Linken rammt uns den Ellbogen in die Seite, die goldbeschuhte Dame hinten sucht den totalen Körperkontakt und schiebt uns mit ihrem ganzen Gewicht nach vorne. Ihre auftoupierte Prachtfrisur kitzelt uns im Nacken. Die VIPs schubsen und schieben sich gegenseitig durch die Einlasskontrolle und dünsten das für Volksaufläufe typische Gemisch aus Parfüm und Schweiss aus. Jeder will der Erste sein, auf dass ihm nicht ein anderer Sammler das begehrte Kunstwerk wegschnappe. Es menschelet halt auch unter den «wichtigsten» Art-Besuchern. Zu fest für den italienisch-schweizerischen Unternehmer Ernesto Bertarelli, der in der Warteschlange die Segel streicht, gemeinsam mit seiner Gattin eine elegante 180-Grad-Drehung vollzieht und entschwindet. Womöglich gibt es ja noch einen staufreien Hintereingang für Milliardäre?

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