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Platznot macht erfinderisch

Das Architekturbüro Atelier Bow-Wow kam mit kleinen Bauten gross raus. Eine Ausstellung an der ETH Zürich zeigt, warum weniger Raum oft mehr ist.

Ani House, Kanagawa, Japan, 1997. Foto: Atelier Bow-Wow
Ani House, Kanagawa, Japan, 1997. Foto: Atelier Bow-Wow

«Bow-Wow». So bellt der Hund auf Englisch. Und so heisst das Architekturbüro der Japaner Yoshiharu Tsukamoto und Momoyo Kaijima, das derzeit an der ETH Zürich auf sein zwanzigjähriges Schaffen zurückblickt. Bekannt wurde das Büro mit Wohnhäusern, die charmant klein sind – wie Schosshündchen. Das Thema interessiert die beiden auch auf städtebaulicher Ebene. In der Publikation «Pet Architecture» analysierten sie anonyme Miniaturbauten in japanischen Städten, die die Reste und Ränder von Parzellen besetzen: schmale Sushibars, winzige Läden, mickrige Abstellräume. Sie begnügen sich mit wenigen Quadratmetern, sind einfach gebaut und leicht zu übersehen. Doch statt das Kleine zu ignorieren, liebkosen die Architekten es, wie man ein Haustier hätschelt.

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