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Achtfache Mutter, Emanze und Künstlerin

Die Pianistin Clara Schumann, die vor 200 Jahren geboren wurde, und ihre erstaunliche Liebe zu Basel.

Sigfried Schibli
Porträtaufnahme um 1858. Foto: Getty Images
Porträtaufnahme um 1858. Foto: Getty Images

Ihr Leben war von Männern geprägt, und gleichwohl wurde Clara Schumann (1819–1896) zum Inbegriff einer starken Frau und autonomen Künstlerin. Als Goethe die 12-jährige Clara Klavier spielen hörte, schrieb er in einem Brief an Zelter: «Das Mädchen hat mehr Kraft als sechs Knaben zusammen.» Die musikalisch hoch begabte Clara musste sich gegen den diktatorischen Vater Friedrich Wieck durchsetzen, um dem Liebeswerben von Robert Schumann nachgeben zu dürfen. Acht Kinder gebar sie ihm, von denen eines im Alter von knapp einem Jahr verstarb. Sie führte dem lebenspraktisch unbegabten Mann den Haushalt und unterstützte ihn selbstlos als künstlerische Assistentin. Dies alles neben ihrer Tätigkeit als Konzertpianistin und Komponistin.

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