20 Jahre Museumsnacht und zwei besondere Gastinstitutionen

Am Freitag, 17. Januar, ist es wieder so weit: Von 18 Uhr abends bis um 2 Uhr in der Früh öffnen die Museen in ganz Basel ihre Türen.

Die Basler Museen lockten an der letzten Museumsnacht rund 38’000 Besucher an.

Die Basler Museen lockten an der letzten Museumsnacht rund 38’000 Besucher an.

(Bild: Flavia Schaub)

Clara Vuille-dit-Bille

Die Veranstalter der Basler Museumsnacht können sich über eine Erfolgsgeschichte freuen: 2001 gegründet, lockte die erste Ausgabe 19’000 Besucher in die Museen. Diese Zahl hat sich im letzten Jahr, bei der Ausgabe von 2019, bereits verdoppelt – so Eva Keller, Leiterin Fachbereich Museen und Kulturmarketing, an der Medienkonferenz anlässlich der kommenden Museumsnacht, die am Freitag, 17. Januar, stattfinden wird. Während sich der eine oder andere an besagtem Anlass in den Reihen von Wartenden vor den Eingängen und in den Schlangen von Menschen in den Museumsräumen möglicherweise etwas eingeengt fühlt, ist für die Veranstalter genau diese ansteigende Zahl der Besucher ein Zeichen dafür, dass die Museumsnacht ein grosses Potenzial der Kulturvermittlung innehat. Wie auch in den vergangenen Jahren sollen die Besucher der 20. Ausgabe deshalb aus einem reichen Programm einige Veranstaltungen ihrer Wahl besuchen können – und wie in den vergangenen Jahren ist der Eintritt in die Museen an diesem Abend für Besucher unter 26 Jahren kostenlos.

Der Vermittlungsaspekt steht somit bei vielen der Programmpunkte und Highlights der diesjährigen Ausgabe der Museumsnacht im Zentrum: So bietet das Naturhistorische Museum an diesem Abend beispielsweise die Möglichkeit, eine Livepräparation eines Wolfs zu beobachten – also Schritt für Schritt nachvollziehen zu können, wie die im Museum ausgestellten Präparate hergestellt werden. In der Fondation Beyeler können die Besucher das Museum ausgerüstet mit Taschenlampen durchforsten, und im Jüdischen Museum Basel, einem der kleineren Akteure der Museumsnacht, liegt die Vermittlung der jüdischen Religion als Teil Europas sowie einzelner Geschichten von jüdischen Einwanderern und Juden in der Schweiz im Fokus.

38 Museen und Kulturinstitutionen

So bieten die Veranstalter, darunter 38 Museen und Kulturinstitutionen in und um Basel, so scheint es, nebst ihren aktuellen Ausstellungen jeweils noch besondere, bevorstehende Events, welche die Besucher anlocken sollen.

Dabei ist das Bewusstsein bei einem grossen Teil der Veranstalter vorhanden, dass das Publikum der Museumsnacht grösstenteils nicht dasselbe ist wie jenes, das den Museen die restlichen Tage des Jahres einen Besuch abstattet.

Katrin Grögel, Co-Leiterin der Abteilung Kultur Basel-Stadt, betont in diesem Zusammenhang den niederschwelligen Zugang zur Kultur, den die Museumsnacht bietet. Dazu gehört, dass für einmal ein reges Treiben in den Museumsräumen von ganz Basel herrscht, wobei diskutiert, beobachtet und auch aktiv an verschiedenen Workshops teilgenommen werden kann.

Das Basler Rathaus, eine der zwei Gastinstitutionen, die bei der 20. Ausgabe der Museumsnacht mitwirken werden, folgt ebenfalls dieser Prämisse: So sollen die Besucher für einmal grosse Teile des Rathauses betreten können, wobei auch aktiver Kontakt mit den Mitgliedern des Regierungsrats und einigen Mitgliedern des Grossen Rats ermöglicht werden soll – so Marco Greiner, Vizestaatsschreiber und Regierungssprecher Basel-Stadt. Die Musikakademie, als zweite Gastinstitution der diesjährigen Museumsnacht, ermöglicht ebenfalls einen Blick hinter die Kulissen einer Institution, die eine wichtige Grundlage für die Basler Musiklandschaft bietet.

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