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22-Jähriger Blogger in RusslandKremlkritischer Aktivist bei Angriff in Moskau schwer verletzt

Jegor Schukow in einem der Videos auf seinem Kanal.

Fälle kaum aufgeklärt

SDA/fal

15 Kommentare
    Sacha Meier

    Es gibt leider immer wieder Menschen, die in Diktaturen und Monarchien den Helden spielen wollen, und gegen ihre Herrscher aufbegehren. Die landen dann im Spital, Gefängnis, oder gleich auf dem Friedhof. Der Friedhof der Putingegner ist weltberühmt und hat noch viel Platz. Bewirken tun solche Dissidenten rein gar nichts. Oft macht man mit diesen Ländern gute Geschäfte, wodurch sie immun gegen diplomatische Massnahmen sind. Vorbildlich für die Schweiz sind etwa unsere Beziehungen zur Volksrepublik China und auch Saudiarabien. Da sind für das Organ-Harvesting ausgeweidete Uiguren und Falun Gong Anhänger (die chinesische Version der Organspende), wie auch in Salzsäure aufgelöste Journalisten rasch abgehakt. Und ohne russisches Nordstream-Erdgas hätten wir bald einmal unsere Not beim Heizen und Kochen. Nicht einmal Volksaufstände können solchen Regierungen etwas anhaben. Haben etwa Hongkong mit seiner längst versenkten Berühmtheit Joshua Wang, der arabische Frühling, der mit dem neuen ägyptischen Pharao al-Sisi seinen Höhepunkt hatte, dem Tiananmen-Massaker, Iranischer Aufstand, Ungarischer Aufstand und Prager Frühling längst bewiesen. Und sobald (nicht ob) China die abtrünnige Provinz Taiwan heimgeholt haben wird, wird der Rest der Welt höchsten mit den Schultern zucken. Die einzigen beiden Möglichkeiten, wie sich solche Systeme ändern lassen, ist entweder durch Eroberung, oder durch wirtschaftliche Selbstzerstörung. Bei China und Russland ist beides nicht in Sicht.