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Kleinlützel wehrt sichKraftwerk heizt den Volkszorn an

Fernwärme liegt im Trend. Trotzdem ist sie nicht frei von Konflikten. Die Solothurner Regierung muss sich mit einer umstrittenen Anlage im Schwarzbubenland beschäftigen.

Das geplante Holzkraftwerk von Lipro Energy in Kleinlützel soll in einem Wohn- und Gewerbegebiet erstellt werden.
Das geplante Holzkraftwerk von Lipro Energy in Kleinlützel soll in einem Wohn- und Gewerbegebiet erstellt werden.
Foto: Kostas Maros

Schon nach kurzer Zeit lagen die Nerven blank. Es stank, es lärmte und vibrierte. Die Anwohnerschaft des geplanten Holzheizkraftwerks in Kleinlützel lief bereits Sturm, als der Probebetrieb aufgenommen wurde. In einer Blitzaktion wurden Unterschriften für eine Petition gegen den von der deutschen Firma Lipro Energy aus Schneckenpyrolyse und Reaktor zusammengesetzten Holzvergaser gesammelt. «Wir wollen in unserem schönen Dorf Kleinlützel kein Kraftwerk», hiess es in der Bittschrift an den örtlichen Gemeinderat. Der Betrieb, obwohl reduziert, sei für die nähere Umgebung unzumutbar. An Sonn- und Feiertagen sowie in der Nacht wolle man die Ruhe geniessen und weder Abgase noch Dampf einatmen oder Vibrationen spüren. 571 Einwohnerinnen und Einwohner unterschrieben die Petition. Bei knapp 1300 Einwohnern ein bemerkenswertes Resultat.

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