Kosten für BP nach Öldesaster steigen weiter

Ölpest

London Die Kosten für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko sind nach Angaben des britischen Energiekonzerns BP inzwischen auf 11,2 Mrd.

Dollar gestiegen. Das berichtete der Konzern am Freitag in London, als der neue Chef Robert Dudley die Nachfolge von Tony Hayward antrat. Der Konzern muss sich von Beteiligungen und Produktionsstandorten trennen, um einen 20 Mrd. Dollar umfassenden Kompensationsfonds zu speisen, aus dem unter anderem Entschädigungen für Betroffene bezahlt werden sollen. Trotz der hohen Kosten hat der neue Vorstandsvorsitzende den Aktionären schon innerhalb der nächsten Monate wieder die Zahlung einer Dividende in Aussicht gestellt. Management und Verwaltungsrat werden das Thema einer Ausschüttung an die Aktionäre bereits im ersten Quartal 2011 diskutieren, wie Dudley sagte. Die Dividendenzahlung war während der Ölkatastrophe auf politischen Druck aus den USA hin ausgesetzt worden. BP war im zweiten Quartal 2010 wegen der Ölkatastrophe in den USA in die roten Zahlen gerutscht und hatte einen Quartalsverlust von 17,2 Mrd. Euro ausweisen müssen. Ausserdem gibt es Bedenken um das Sicherheitskonzept der Öl-Operationen von BP in der Tiefsee. Von April bis Juli waren 4,9 Millionen Fass Öl (159 Liter) in den Golf von Mexiko gelaufen, nachdem die Ölplattform Deepwater Horizon explodiert war. Dudley hat am Mittwoch ein neues Sicherheitskonzept vorgestellt.

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