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Wechsel in der Basler RegierungKompromisse statt Machtspiele

Immer mehr Baslerinnen und Basler wünschen sich eine Politik, die sich auf die Sache fokussiert und lösungsoffen ist. Eine Analyse des Wahlsonntags.

Stephanie Eymann ist drin, Baschi Dürr ist raus – die Liberale und der Freisinnige (im Hintergrund) geben auf dem Marktplatz Interviews.
Stephanie Eymann ist drin, Baschi Dürr ist raus – die Liberale und der Freisinnige (im Hintergrund) geben auf dem Marktplatz Interviews.
Foto: Nicole Pont

Kurz vor 15 Uhr machen sich Stephanie Eymann und Baschi Dürr gemeinsam auf den Weg zum Rathaus. Die Zwischenresultate des zweiten Wahlgangs der Regierungsratswahlen sind erst ein paar Minuten alt. Mit gesenktem Kopf gehen die beiden Politiker, die sich schon seit Jahren kennen, die gemeinsam den Wahlkampf geführt haben, Seite an Seite, im Brunngässlein nebeneinander her. Zwischen ihnen geht Eymanns Partner; zwischen ihnen steht auch die Tatsache, dass sie, die Liberale, es geschafft hat, und er, der Freisinnige, soeben abgewählt worden ist.

Es ist ein schwarzer Tag in Baschi Dürrs politischer Karriere, ein ebenso schwarzer Tag für die Basler FDP, die zum ersten Mal aus der Regierung ausscheidet. Die einst stolze und mächtige Partei ist im Grossen Rat zu einem Grüppchen aus sieben Leuten zusammengeschrumpft; im Nationalrat ist sie gar nicht mehr vertreten. Verdrängt durch die Liberal-Demokratische Partei, der stärksten bürgerlichen Kraft und zweitgrössten Partei in Basel-Stadt. Die LDP stellt neu mit Stephanie Eymann und dem bisherigen Erziehungsdirektor Conradin Cramer zwei Regierungsräte.

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