Zum Hauptinhalt springen

Neues zum Fall NathalieKesb-Beiständin manipuliert Zeugin

Eine Mitbewohnerin hat Missbräuche an der kleinen Nathalie gemeldet. Die Sozialregion Dorneck drängt sie aber dazu, die Gefährdungsmeldung zurückzuziehen. Nun wird Strafanzeige wegen Unterdrückung von Beweismitteln eingereicht.

Hier deponierte Wohngenossin Sandra eine Gefährdungsmeldung. Sie sei dazu gedrängt worden, die Informationen wieder zurückzuziehen, wie die Frau schreibt.
Hier deponierte Wohngenossin Sandra eine Gefährdungsmeldung. Sie sei dazu gedrängt worden, die Informationen wieder zurückzuziehen, wie die Frau schreibt.
Florian Baertschiger

In den letzten Tagen musste Sandra (Name geändert) viel über die schreckliche Geschichte der achtjährigen Nathalie lesen und hören. Dass sie der Kinder- und Jugendpsychiatrie Baselland erzählt hat, wie sie vom Vater auf ausgedehnten Toilettengängen missbraucht worden und wie sie in satanische Rituale einbezogen worden sei, sodass das Kind den Singsang wiedergeben konnte. Sandra wollte nicht mehr schweigen. Ihre Erlebnisse als Wohngenossin des Kindsvaters untermauern die Schilderungen von Nathalie.

Der Skandal dabei ist: Ihre Beobachtungen hat sie schon im Frühjahr 2019 der Leiterin der Abteilung Kindes- und Erwachsenenschutz (Kesb) der Sozialregion Dorneck und ihrer Mitarbeiterin X. im Rahmen einer Gefährdungsmeldung mitgeteilt. Im Gespräch mit den beiden Frauen sei Sandra jedoch dazu gedrängt worden, diese Informationen zurückziehen. Offenbar, weil die Leiterin und X. gleich erkannten, dass dies das Ende der umstrittenen Vaterbesuche von Nathalie bedeuten würde; es passte nicht ins Kesb-Besuchsprogramm.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.