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Kolumne von Tamara FunicielloKatniss Everdeen und die Stürmung des Capitols

Der Überfall auf das Parlament in Washington hat auch gezeigt, wie die «liberale Mitte» in der Schweiz den Faschismus verharmlost.

Auch Neonazis waren darunter: Anhänger von US-Präsident Donald Trump stürmen das Capitol in Washington (6. Januar 2021).
Auch Neonazis waren darunter: Anhänger von US-Präsident Donald Trump stürmen das Capitol in Washington (6. Januar 2021).
Foto: John Minchillo (AP, Keystone)

Am 6. Januar fallen weisse Suprematisten ins Capitol in Washington D.C. ein und unterbrechen die Parlamentssitzung. Sie wollen die Bestätigung Joe Bidens als nächsten Präsidenten durch das Parlament verhindern. Es gibt Tote, und die Demokratie in den USA ist an einem Punkt angelangt, an dem plötzlich auch ihr Ende möglich scheint. Als ich die Bilder sah, habe ich im ersten Moment an etwas ganz anderes gedacht: In den weltbekannten «The Hunger Games»-Büchern von Suzanne Collins und den gleichnamigen Verfilmungen gab es das schon mal den Sturm aufs Capitol. Dort ist er ein Moment der Befreiung, der unbändigen Freude: Nach fast 100 Jahren Diktatur durch einen kleine, gnadenlose und selbstherrliche Elite gelingt Katniss Everdeen und ihren Verbündeten die Revolution.

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