Zum Hauptinhalt springen

Tief Undine erreicht die SchweizPünktlicher Winterbeginn mit Schnee im Mittelland

Mit dem Dezember kam auch der Schnee. Die Schweiz erwachte in Weiss gehüllt. Auf den rutschigen Strassen gab es auch zahlreiche Unfälle.

Der Schnee kommt auch in die Niederungen: Eine Frau spaziert mit ihrem Hund am Aegerisee.
Der Schnee kommt auch in die Niederungen: Eine Frau spaziert mit ihrem Hund am Aegerisee.
Foto: Alexandra Wey (Keystone/1. Dezember 2020)

Für einmal ist der Winter pünktlich. Exakt zum meteorologischen Winterbeginn am Dienstag lag das Mittelland unter einer geschlossenen Schneedecke. Da die Kaltfront von Nordwesten her kam, begannen die Schneefälle gegen Osten und die Alpen hin später.

Die Schneedecke war am Morgen zwischen vier und sechs Zentimeter hoch, wie es bei Meteoschweiz, dem Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, hiess. Der Schnee war nass. Da die Böden noch warm sind, fiel die Schneedecke schnell in sich zusammen. Gegen den Bodensee hin gab es zunächst weniger Schneefall als im Westen.

Der meteorologische Winter beginnt am 1. Dezember und dauert bis Ende Februar. Wie alle Jahre wieder kam es mit dem ersten Schnee auf den Strassen zu etlichen Unfällen und Behinderungen.

Dutzende Verkehrsunfälle

Die Berner Kantonspolizei registrierte zwischen 4.30 und 8.30 Uhr 25 Unfälle. Im Kanton Zürich krachte es bis 9 Uhr rund 40 mal. In der Stadt Zürich verletzte sich ein Motorradfahrer bei einem Sturz. 14 Anrufe wegen Bagatellunfällen gingen bei der Kantonspolizei Solothurn ein, und im Kanton Thurgau rückte die Polizei zu 15 Unfällen aus.

Zwischen Biberbrugg und Einsiedeln SZ wurden zwei Personen verletzt. Zudem gab es sechs weitere Unfälle im Kanton Schwyz. Über ein Dutzend Unfälle meldeten die Polizeikorps im Kanton Luzern und im Aargau. Im Aargau wurden zwei Personen verletzt. Im Kanton Glarus verunfallten drei Lenkerinnen auf winterlichen Strassen. Fünf Personen wurden verletzt. Meistens blieb es bei Blechschaden.

Darüber hinaus sorgten steckengebliebene oder querstehende Fahrzeuge mancherorts für Verkehrsbehinderungen. Grund dafür und für die Unfälle waren Sommerpneus oder eine nicht angepasste Fahrweise.

Den Versicherern beschert ein Wintereinbruch immer einiges an Arbeit. Wie der Axa-Konzern mitteilte, geschehen aufgrund seiner Zahlen an einem Tag mit prekären Strassenverhältnissen doppelt so viele Unfälle wie sonst. Die Axa rät dazu, die Winterreifen spätestens Ende Oktober zu montieren und bis Ostern zu behalten.

Trockener November

Im November herrschte oft Hochdruckwetter mit Nebel im Flachland und schönem Bergwetter, wie Meteonews am Wochenende mitteilte. Im Wallis, im Tessin und in Graubünden war der November den Angaben zufolge ausgesprochen trocken. In den Bündner Orten Andeer und Scuol sowie am Grossen St. Bernhard im Wallis war es der trockenste November seit Messbeginn. Im Bergell, Moesano und Puschlav herrscht deshalb «sehr grosse Waldbrandgefahr», warnt Meteoschweiz. (Lesen Sie auch dazu: Die Schweiz erlebte einen November der Extreme)

red