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Protest in RünenbergJuso verdecken Sutter-Denkmal

Die Baselbieter Jungpartei findet die Erinnerung an «General Sutter» im Oberbaselbiet stossend und hinterlässt beim Denkmal eine klare Botschaft.

Am Donnerstagmorgen wurde das Sutter-Denkmal in Rünenberg mit einer klaren Botschaft «verziert».
Am Donnerstagmorgen wurde das Sutter-Denkmal in Rünenberg mit einer klaren Botschaft «verziert».

Johann Sutter war eine schillernde Persönlichkeit. Und sein Heimatort Rünenberg, wo er aber nie gelebt hat. Nun hat die Juso Baselland am frühen Donnerstagmorgen dessen Denkmal im Oberbaselbiet abgedeckt und mit einer klaren Botschaft versehen.

«Keine Denkmale für Sklav*innenhalter!» steht vor dem Mahnmal geschrieben, weil sich die Jungpartei mit der Vergangenheit von «General Sutter» nicht identifizieren kann. Sutter wanderte im 19. Jahrhundert nach Kalifornien aus, wo er zu Reichtum kam. Auch dank – so schreibt es die Juso in ihrer Medienmitteilung – «Kinderhandel, Zwangsarbeit und Sklaverei. Rund 600 bis 800 Indigene litten gemäss historischer Forschung unter seinen Verbrechen.»

Die Juso Baselland verlangt, dass der Kanton angesichts der weltweiten Proteste gegen institutionalisierten Rassismus die eigene Geschichte aufarbeiten und kritisch hinterfragen soll.