Zum Hauptinhalt springen

Trumps Covid-Erkrankung+++ Melania Trump: Auch Sohn Barron hatte Corona +++ Fauci: Der Präsident ist nicht mehr ansteckend

Die First Lady gab bekannt, dass neben ihr und ihrem Gatten Donald auch Sohn Baron sich mit dem Virus angesteckt habe. Alle News zu Donald Trumps Erkrankung im Ticker.

«Habt keine Angst vor dem Virus»: Donald Trump ist aus dem Walter Reed Militärspital ins Weisse Haus zurückgekehrt.
Video: Tamedia

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach einer Infektion mit dem Coronavirus musste Donald Trump zur Pflege für ein paar Tage ins Spital.

  • Nach Angaben des Weissen Hauses wies der Präsident leichte Erkrankungssymptome auf.

  • Trump selber sagte stets, es gehe ihm gut. Rund eine Woche nach seiner Ansteckung kehrte er ins Weises Haus zurück.

  • Zehn Tage nach der Ansteckung meldete Trumps Leibarzt, zwei neue Testresultate seien negativ ausgefallen.

LIVE TICKER BEENDET

Keine Angaben zu Trumps letztem negativen Test

US-Präsident Donald Trump macht keine Angaben dazu, wann er vor seiner Covid-Erkrankung zuletzt negativ auf das Coronavirus getestet wurde. «Ich erinnere mich gar nicht daran», sagte Trump am Donnerstagabend bei einer Fragestunde mit Wählern des Senders NBC in Miami (Florida). Er werde ständig getestet. Die Frage nach dem letzten negativen Testergebnis ist von Belang, weil im Raum steht, ob Trump womöglich noch Veranstaltungen abhielt, als er bereits wusste, dass er infiziert ist.

Nach Trumps eigenen Angaben war er am Abend des 1. Oktober positiv getestet worden. Er wurde danach für drei Tage ins Krankenhaus gebracht. Seine Ärzte und das Weisse Haus verweigern Angaben dazu, wann er zuletzt negativ getestet wurde. Kurz vor seinem positiven Testergebnis hatte Trump noch Veranstaltungen absolviert.

«Ich erinnere mich gar nicht daran»: US-Präsident Donald Trump.
«Ich erinnere mich gar nicht daran»: US-Präsident Donald Trump.
REUTERS
Virologe Fauci: Trump nicht mehr ansteckend

Der Chef-Virologe des US-Gesundheitssystems, Anthony Fauci, erklärt, US-Präsident Donald Trump sei nicht mehr ansteckend. Er könne deswegen an einer Veranstaltung des Senders NBC News am Donnerstag ohne Probleme teilnehmen, sagt er dem Sender CBS.

Auch Donalds Trump Sohn hatte Corona

Fast zwei Wochen nach ihrer Corona-Diagnose hat First Lady Melania Trump bekanntgegeben, dass sich neben US-Präsident Donald Trump und ihr auch Sohn Barron mit dem Virus angesteckt hatte. Der 14-Jährige habe keine Symptome gezeigt und sei mittlerweile wieder negativ auf das Coronavirus getestet worden, erklärte Melania Trump am Mittwoch.

Die 50-Jährige blickte in ihrer Mitteilung auf ihre eigene Covid-19-Erkrankung zurück. «Ich hatte grosses Glück, dass meine Diagnose mit minimalen Symptomen einherging, obwohl sie mich alle auf einmal trafen und es in den Tagen danach eine Achterbahn der Symptome zu sein schien.» Sie sei mittlerweile negativ auf das Virus getestet worden und werde demnächst wieder ihren Verpflichtungen nachkommen.

Leibarzt: Trump an «aufeinanderfolgenden Tagen» negativ getestet

US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seines Leibarztes negativ auf das Coronavirus getestet worden. Schnelltests seien an «aufeinanderfolgenden Tagen» negativ ausgefallen, erklärte Sean Conley am Montag in einer Mitteilung.

Er fügte hinzu, dass neben den Antigentests auch andere Labordaten hinzugezogen worden seien, um zu ermitteln, dass der Präsident nach seiner Corona-Infektion nicht mehr ansteckend sei. Wann Trump das erste Mal negativ getestet wurde und wie oft, blieb unklar.

Corona beschert Trump ein Hoch

Am 2. Oktober hat der amtierende US-Präsident auf Twitter verkündet, dass er und die First Lady mit dem Coronavirus infiziert seien. Diese Nachricht schlug ein wie eine Bombe und verlieh Trumps Wahlkampfkampagne enorme Aufmerksamkeit, wie Schweizer Forschende berichten. Das Team um Christoph Glauser vom IFAA Institut in Bern und Jacques Savoy von der Universität Neuenburg wertet im Laufe des US-Wahlkampfs Suchanfragen auf insgesamt 200 Such- und Social-Media-Kanälen aus. Demnach tippten Bürgerinnen und Bürger den Namen des amtierenden Präsidenten fünf Mal häufiger ein als den des Demokraten Joe Biden. Präsenz im Internet ist laut den Forschenden eine wichtige Voraussetzung, um gewählt zu werden.

Und die Corona-Infektion verlieh Trumps Wahlkampfkampagne ein Allzeithoch: Das durchschnittliche Suchvolumen stieg auf über hundert Millionen Anfragen pro Tag; im September pendelte es sich auf etwa 70 Millionen Suchanfragen ein. Demgegenüber suchten die Amerikaner Joe Bidens Namen zwischen 20 und 30 Millionen Mal.

Der Billion-Dollar-Tweet

Seit der Erfindung des World Wide Webs hätten Wissenschaftler des Unternehmens US-Monitoring noch nie einen solchen Peak an Suchanfragen gemessen, schreiben die Forschenden in einer gemeinsamen Mitteilung der Institute. Trumps Corona-Tweet sei mehr wert als eine Billion Dollar, wenn es sich dabei um eine Online-Werbekampagne gehandelt hätte.

Bereits im September attestierte das Forscherteam Trump anhand ihrer Internetanalysen den Sieg für November 2020 – entgegen aller Umfragewerte. Zwar erlangte Joe Bidens Wahlkampf seit Anfang September immer mehr Aufmerksamkeit, während Trump etwas ins Taumeln geriet. Doch es scheint, als hätte ihm die Coronavirus-Infektion einen digitalen Schub zur richtigen Zeit verliehen.

Dr. Fauci distanziert sich von Trumps Wahlvideo

Der US-Experte für Infektionskrankheiten, Dr. Anthony Fauci, ist nach eigenen Angaben bei einer Wahlwerbung für den US-Präsidenten Donald Trump falsch zitiert worden. «Meine Kommentare, die ohne meine Erlaubnis in der Werbekampagne verwendet wurden, wurden aus dem Kontext einer umfassenden Erklärung gerissen, die ich vor Monaten über die Bemühungen von Mitarbeitern der Gesundheitsbehörden abgegeben habe», erklärte Fauci am Sonntag. Er habe in seiner Funktion in den fast fünf vergangenen Jahrzehnten noch nie einen Kandidaten öffentlich unterstützt.

In dem umstrittenen Wahlkampf-Video lobt Fauci Trumps Vorgehen in der Corona-Krise.

«Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand mehr tun könnte», sagte Fauci in dem 30-sekündigen Spot. Die Bemerkung stammt aus einem Interview im März, in dem der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID), die breiteren Bemühungen zur Eindämmung des Virus – unter anderem durch die Corona-Task-Force - erörterte.

Der Sprecher der Trump-Wahlkampagne, Tim Murtaugh, verteidigte die Verwendung des Zitats: Die Worte von Fauci seien «korrekt und direkt aus Dr. Faucis Mund». «Wie Dr. Fauci kürzlich im Senat aussagte, nahm Präsident Trump das Virus von Anfang an ernst, handelte schnell und rettete Leben», fügte Murtaugh hinzu.

Trump selbst erklärte auf Twitter: «Es sind in der Tat Dr. Faucis eigene Worte. Wir haben laut einigen Gouverneuren einen ‹phänomenalen› Job gemacht.»

Trump und Fauci gerieten beim Umgang mit der Pandemie mehrfach aneinander. In den USA sind bislang fast 7,7 Millionen Menschen infiziert und mehr als 214.000 Menschen an oder mit dem Corona-Virus gestorben.

Twitter markiert Trump-Tweet

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat einen Eintrag von US-Präsident Donald Trump über seine Gesundheit mit einem Warnhinweis versehen. «Gestern vollständige und komplette Entwarnung von den Ärzten des Weissen Hauses», hatte Trump am Sonntag über seine Ansteckung mit dem Coronavirus getwittert. «Das heisst, ich kann es nicht mehr bekommen (immun) und ich kann es nicht weitergeben. Sehr schön, das zu wissen.» Im Warnhinweis von Twitter heisst es, der Tweet verletzte die Regeln über die Verbreitung von irreführender und möglicherweise gefährlicher Informationen in bezug zu Covid-19. In der Forschung ist unklar, wie lange von einer Ansteckung genesene Menschen Antikörper gegen das Virus haben und ob sie gegen eine zweite Infektion immun sind.

Trump will «immun» gegen das Coronavirus sein

US-Präsident Donald Trump sieht sich geheilt von der Infektion mit dem Coronavirus und will am Montag zu Wahlkampfveranstaltungen reisen. «Ich habe dieses verrückte, furchtbare China-Virus geschlagen», sagte er am Sonntag im Sender Fox News. «Sieht so aus, als ob ich immun bin.» Er habe die strengsten Test bestanden und sei in grossartiger Form. Sein Arzt hatte am Samstag erklärt, es gebe keine Nachweise dafür, dass der Präsident «aktiv das Virus verbreitet». Allerdings wich der Arzt auf Fragen aus, ob Trump negativ getestet worden sei.

«Sie haben nun einen Präsidenten, der sich nicht wie sein Opponent im Keller verstecken muss», sagte Trump mit Blick auf den demokratischen Herausforderer Joe Biden. Im Gegensatz zu Trump hat Biden frühzeitig angefangen, eine Gesichtsmaske zu tragen. Ausserdem hat er seinen Wahlkampf auf das Abstands-Gebot abgestimmt. Trump zieht dagegen Wahlkampfveranstaltungen vor grossen Menschenmengen vor. Am Montag will er nach Florida, einem besonders umkämpften Bundesstaat reisen. Dienstag soll es dann nach Pennsylvania und Mittwoch nach Iowa gehen.

Trump mit Pflaster

Laut seinem Leibarzt geht es US-Präsident Donald Trump so gut, dass er wieder «seinem aktiven Terminplan» nachgehen kann und auch «kein Übertragungsrisiko für andere mehr darstellt». Dennoch waren bei seinem nur rund 20minütigen Auftritt auf einem Balkon des Weissen Hauses zwei Pflaster auf seinem Handrücken zu sehen.

Er bekomme seit acht Stunden keine Medikamente mehr, sagte der US-Präsident zu seinen Anhängern. Doch die Pflaster könnten Hinweise darauf sein, dass Trump immer noch intravenös Medikamente verabreicht werden, wie US-Journalisten mutmassen.

Trump ist nicht mehr ansteckend

Nach seiner Covid-19-Erkrankung ist US-Präsident Donald Trump seinem Leibarzt zufolge nicht mehr ansteckend. Der jüngste Coronavirus-Test habe nach «gegenwärtig anerkannten Standards» gezeigt, dass der Präsident «kein Übertragungsrisiko für andere mehr darstellt», erklärte Mediziner Sean Conley am Samstagabend in einem vom Weissen Haus verbreiteten Schreiben. Er berief sich dabei auf Trumps jüngsten Test vom Samstagmorgen. Trump, der sich am 3. November um eine zweite Amtszeit bewirbt, hat schon ab Montag wieder grosse Wahlkampfauftritte geplant.

Trump könne nun, rund zehn Tage nach dem Auftreten erster Symptome, gemäss den Kriterien der Gesundheitsbehörde CDC seine freiwillige Quarantäne beenden, erklärte der Arzt. Die Tests im Verlauf seiner Erkrankung hätten eine stets abnehmende Viruskonzentration gezeigt, schrieb Conley weiter. Er werde Trump, der wieder zu «seinem aktiven Terminplan» zurückkehre, weiter beobachten.

Trump habe seit «weit mehr als 24 Stunden» kein Fieber mehr, «alle Symptome» hätten sich «verbessert», schrieb der Arzt. Er machte aber keine Angaben dazu, welche Symptome bei Trump noch in welchem Mass feststellbar waren. Zudem schrieb Conley an keiner Stelle explizit, dass der jüngste Corona-Test bei Trump negativ ausgefallen war. Es schien daher auch möglich, dass der jüngste Test wegen einer geringen Viruskonzentration immer noch positiv ausgefallen war.

Trump spricht zu seinen Anhängern im Weissen Haus

US-Präsident Donald Trump ist am Samstag nach seiner Rückkehr ins Weisse Haus wieder in den Wahlkampf eingestiegen. Vor einigen Hundert Anhänger auf dem Rasen seines Amtssitzes sprach der Präsident über «law and order» – «Recht und Ordnung» – eines seiner zentralen Wahlkampfthemen.

Trump sprach bei dem Auftritt von einem Balkon des Weissen Hauses. Seine Anhänger, die zumeist Masken trugen, befanden sich auf dem Südrasen des Geländes. Bei seinem Auftritt schien Trump fit zu sein. «Ich fühle mich toll», sagte er. Trumps Rede blieb mit weniger als 20 Minuten aber ungewöhnlich kurz. Zudem blieb weiter unklar, ob der Präsident noch ansteckend war.

Der US-Präsident warnte auch eindringlich vor einem Sieg seines Herausforderers Joe Biden. Der Demokrat sei nicht fähig, das Land zu regieren, sagte der Republikaner Trump. Bidens Programm sei «sozialistisch» oder gar «kommunistisch» und würde das Land in die Krise stürzen, behauptete Trump vor seinen jubelnden Anhängern.

Trump empfängt Anhänger vor Weissem Haus

US-Präsident Donald Trump versammelt am Samstag Anhänger vor dem Weissen Haus für seinen ersten öffentlichen Auftritt nach der Covid-19-Erkrankung. Trump werde bei einem «friedlichen Protest für Recht und Ordnung» auf der Südwiese seiner Residenz sprechen, teilte das Weisse Haus am Freitagabend mit. US-Medien hatten zuvor berichtet, rund 2000 Personen seien eingeladen worden. Trump wolle sich vom Balkon des Weissen Hauses an sie wenden.

Nach wie vor ist unklar, ob der Präsident nicht mehr ansteckend ist. Trump sagte in einem am Freitagabend ausgestrahlten TV-Interview, er sei getestet worden, habe die Werte aber noch nicht bekommen. Sein Leibarzt hatte am Donnerstag mitgeteilt, Trump werde ab Samstag wieder öffentliche Termine absolvieren dürfen. Er war nach offiziellen Angaben am Donnerstag vergangener Woche positiv getestet worden.

Trump hatte zuvor für Samstagabend einen Wahlkampfauftritt in Florida in Aussicht gestellt – zugleich aber eingeräumt, es sei noch unklar, ob das so kurzfristig organisiert werden könne. Jetzt wurde die Reise nach Florida für den Montag angekündigt. Florida zählt zu den wichtigen Bundesstaaten für die Präsidentenwahl am 3. November. Trump liegt dort in Umfragen hinter Herausforderer Joe Biden zurück.

TV-Debatte abgesagt

Die für kommende Woche geplante zweite TV-Debatte von Donald Trump und Joe Biden zur US-Präsidentenwahl ist offiziell abgesagt worden. Die Kontrahenten werden aber wie geplant am 22. Oktober aufeinandertreffen, wie die Veranstalter am Freitag mitteilten. Beide Seiten hätten für diesen Termin zugesagt.

Die Planungen für die Debatte am 15. Oktober gerieten durcheinander, als Präsident Trump an Covid-19 erkrankte. Die Kommission gab am Donnerstag bekannt, dass sie die Debatte online abhalten wolle, statt die Kandidaten in einem Raum zusammenzubringen. Trump sagte daraufhin seine Teilnahme ab. Herausforderer Joe Biden setzte daraufhin für den Tag eine Fragestunde mit Wählern an, die im Fernsehen übertragen werden soll. Die Kommission, die die TV-Debatten veranstaltet, verwies nun darauf, dass die Kandidaten andere Pläne hätten.

Trump fliegt am Montag zu Wahlkampfauftritt nach Florida

Der an Covid-19 erkrankte US-Präsident Donald Trump wird am Montag zu einem Wahlkampfauftritt nach Florida fliegen. Das kündigte sein Wahlkampfteam am Freitag an. Trump hatte am Vortag einen Auftritt in Florida bereits am Samstag in Aussicht gestellt – zugleich aber eingeräumt, es sei noch unklar, ob das so kurzfristig organisiert werden könne.

Berichte: Trump plant Veranstaltung am Samstag im Weissen Haus

US-Präsident Donald Trump plant einem Medienbericht zufolge am Samstag eine Veranstaltung im Weissen Haus. Hunderte Gäste seien bereits eingeladen worden. Trump werde dabei persönlich anwesend sein, berichtete der Nachrichtensender «CNN» am Freitag unter Berufung auf Präsidialamtskreise.

Nach Informationen des Senders ABC sowie der «New York Times» und der «Washington Post» will Trump zu seinen Anhängern vom Balkon auf der Südseite des Weissen Hauses aus sprechen.

Bei seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus posierte der US-Präsident bereits auf dem «Truman  Balkon» des Weissen Hauses für die Kameras. (5. Oktober 2020)
Bei seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus posierte der US-Präsident bereits auf dem «Truman Balkon» des Weissen Hauses für die Kameras. (5. Oktober 2020)
Foto: Erin Scott (Reuters)

Den Angaben seines Leibarztes zufolge wird Trump ab Samstag wieder öffentliche Termine wahrnehmen dürfen. Unklar ist bisher, ob das Weisse Haus belegen wird, dass der Präsident nicht mehr ansteckend ist.

Insider zweifelt an Trumps Auftritten am Wochenende

US-Präsident Donald Trump wird Insidern zufolge wohl doch nicht vor Montag Wahlkampftritte absolvieren. Es sei unwahrscheinlich, dass er am Wochenende reisen werde, sagte ein Regierungsmitarbeiter am Freitag.

Trump hatte am Donnerstagabend erklärt, er wolle am Samstag nach Florida reisen und am Sonntag nach Pennsylvania, zwei Bundesstaaten, die Umfragen zufolge für den Ausgang der Wahl entscheidend sein dürften. Allerdings sei die Zeit zu knapp, um derartige Auftritte noch zu organisieren, sagten nun Mitarbeiter.

US-Demokraten wollen Amtsfähigkeit von Präsidenten prüfen lassen

Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus wollen eine Kommission zur Beurteilung des Gesundheitszustands von Präsidenten einrichten. Das Gremium solle künftig in Extremfällen die Amtsfähigkeit des Präsidenten prüfen, erklärte die Vorsitzende der Parlamentskammer, Nancy Pelosi, am Freitag in Washington. Dabei gehe es nicht um Amtsinhaber Donald Trump, sondern darum, in Zukunft einen solchen Mechanismus zu haben. Die Kommission soll erst nach der Wahl am 3. November auf den Weg gebracht werden.

Der Abgeordnete Jamie Raskin erläuterte, die Kommission solle von Vertretern beider Parteien gleichmässig besetzt werden. Sie soll aus 16 medizinischen Experten und früheren ranghohen Regierungsmitarbeitern bestehen, darunter möglicherweise auch Ex-Präsidenten. Die Mitglieder sollten dann selbst einen 17. Vertreter für die Kommission benennen. Rechtsgrundlage sei der 25. Verfassungszusatz. Er sieht Regelungen für Fälle vor, in denen der Präsident sein Amt nicht mehr ausüben kann.

Die «verrückte Nancy Pelosi»

Trump wiederum behauptete, die «verrückte Nancy Pelosi» wolle das Gremium nur einrichten, um den Demokraten Joe Biden im Falle eines Wahlsiegs durch Vizepräsidentin Kamala Harris ablösen zu können. Biden sei nicht im Stande, Präsident zu sein, schrieb Trump auf Twitter über seinen demokratischen Kontrahenten. Der Republikaner bewirbt sich bei der Wahl im November um eine zweite Amtszeit.

Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, spricht bei einer wöchentlichen Pressekonferenz im Kapitol.
Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, spricht bei einer wöchentlichen Pressekonferenz im Kapitol.
Foto: Jacquelyn Martin (Keystone)
Wahlkampfautritte am Samstag

US-Präsident Donald Trump hat fürs Wochenende die ersten Wahlkampfauftritte seit seiner Covid-19-Erkrankung in Aussicht gestellt. Er wolle am Samstag nach Florida und am Sonntag nach Pennsylvania, sagte Trump in einem Telefoninterview mit dem TV-Sender Fox News.

Trump schränkte zugleich ein, dass man die Veranstaltungen noch organisieren müsse. Florida und Pennsylvania sind wichtige Bundesstaaten für die Präsidentenwahl am 3. November, in denen Trump in Umfragen zurückliegt. Während das Weisse Haus seit Tagen betont, dass Trump keine Krankheitssymptome mehr habe, musste er in dem gut 20-minütigen Interview zwei Mal mitten in einem Satz wegen Problemen mit der Stimme und Husten pausieren.

Trump will mit Biden auf Bühne debattieren

Das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump fordert, dass die zweite TV-Debatte mit Herausforderer Joe Biden wie ursprünglich mit Anwesenheit beider Kandidaten am nächsten Donnerstag über die Bühne geht. Wahlkampfmanager Bill Stepien verwies darauf, dass Trumps Leibarzt bereits zum Wochenende von einer sicheren Rückkehr des an Covid-19 erkrankten Präsidenten in die Öffentlichkeit ausgehe. Damit gebe es keinen Grund mehr dafür, die Debatte online abzuhalten oder zu verschieben, argumentierte er am Donnerstag.

Trump nimmt am Samstag wieder öffentliche Termine wahr

US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben seines Leibarztes die Behandlung seiner Corona-Erkrankung abgeschlossen. Trump könne ab Samstag wieder Termine in der Öffentlichkeit wahrnehmen, erklärt Sean Conley in einem vom Präsidialamt veröffentlichten Memo. Demnach sprach Trump auf die Therapie «extrem gut» an. Seit seiner Rückkehr aus dem Krankenhaus ins Weisse Haus sei sein Zustand stabil geblieben.

298 Kommentare
    Felix Porton

    Bei all diesen Kommentaren hier frage ich mich, was wird nach Trump kommen, sei es im Januar oder in vier Jahren. Wie wird es mit der von den Medien hochgeschaukelten Spaltung der Gesellschaft weiter gehen? Bis jetzt habe ich vom Biden Lager noch keine Signale gesehen wie sie mit den Trump Anhängern umgehen wollen. Die Spaltung hat unbestreitbar vor Trump angefangen und Biden/Harris kann ich auch mit bestem Willen nicht als Versöhner sehen. Die Hasskommentare hier gegen Trump, aber auch gegen seine Unterstüzer lösen sich einfach so auf? Leute die in wirklich jedem Kommentar das Wort "Rechtspopulist" verwenden müssen, werden plötzlich damit aufhören?