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Abnehmen wegen CoronaJetzt sollen die Schweizer schlanker werden – aber wie?

Wer sein Übergewicht reduziert, verringert das Risiko auf einen schweren Corona-Verlauf. Ernährungsexpertin Sophie Stirnimann vom Claraspital erklärt, wie das am besten klappt, wem Essstörungen drohen und wieso sie Veganismus nicht empfiehlt.

Risikofaktor Körperfett: Ab einem BMI von 30 ist das Risiko für einen schweren Corona-Verlauf deutlich erhöht.
Risikofaktor Körperfett: Ab einem BMI von 30 ist das Risiko für einen schweren Corona-Verlauf deutlich erhöht.
Foto: Keystone

Die britische Regierung empfiehlt wegen Corona einen Gewichtsverlust von zwei Kilogramm. Auch in der Schweiz rufen Gesundheitsverbände zum Abnehmen auf. Sollte man jetzt eine Saftkur einlegen?

Grundsätzlich sind solche radikale Abnehmkuren nicht zu empfehlen. Ein rascher Gewichtsverlust ist zwar häufig möglich. Dies zu Beginn aber vor allem wegen des Verlusts von Körperwasser. Als nächstes wird insbesondere bei unzureichender Proteinzufuhr die Muskelmasse abgebaut, und erst im weiteren Verlauf geht es an die Fettreserven. Nach kurzer Zeit folgt oft der sogenannte Jojo-Effekt. Dies zum einen, weil es nach den Abnehmkuren zu einer erhöhten Nahrungsaufnahme kommt, etwa bei Heisshungeranfällen. Zudem ist der Körper sehr geschickt darin, sich an Situationen anzupassen. Der Stoffwechsel stellt bei einer Fastenkur auf einen Hungerstoffwechsel um, das heisst, er kommt mit weniger Energie zurecht. Wird danach wieder normal gegessen, kann dies zu einer Gewichtszunahme führen.

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