Zum Hauptinhalt springen

Kommentar zum Dreiland-LockdownJetzt machen sie es schon wieder

Noch vor kurzem hiess es, die Grenzen würden nicht mehr geschlossen. Faktisch aber führen die neuen Corona-Massnahmen in Deutschland und Frankreich zum gleichen Resultat.

Aus Angst vor einer erneuten Grenzschliessung nutzten viele Schweizer vor einer Woche die Gelegenheit, noch Grosseinkäufe in Deutschland  zu machen.
Aus Angst vor einer erneuten Grenzschliessung nutzten viele Schweizer vor einer Woche die Gelegenheit, noch Grosseinkäufe in Deutschland zu machen.
Foto: Madeleine Schoder/Tamedia

Nach dem Lockdown im Frühling kam das Aufatmen. Die Politiker in Deutschland und Frankreich – vor allem im Dreiland – waren sich einig, dass es keinen Rückfall mehr in das unkoordinierte Handeln der Nationalstaaten geben darf. Die Länder sollen, so war die einhellige Meinung, künftig gemeinsam agieren. Vor allem hiess es: nie mehr geschlossene Grenzen. Auch in der EU-Hauptzentrale in Brüssel waren sich alle einig, und EU-Präsidentin Ursula von der Leyen rief einen Coronavirus-Krisenstab ins Leben, um die gemeinsamen Massnahmen zu koordinieren.

Obwohl schon seit dem ersten Lockdown bekannt ist, dass eine zweite Welle kommen wird, finden wir uns jetzt wieder in fast der genau gleichen Situation wie im März. Die Persönlichkeitsrechte und die Reisefreiheit, Grundwerte der modernen europäischen Gesellschaft, werden einfach von ein paar Politikern ausgeknipst. Und Versprechen werden offensichtlich gebrochen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.