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Kindheit in einer Freikirche«Jetzt freut sich der Teufel»

Nadja Holliger ist in einer evangelikalen Gemeinde aufgewachsen und gründet nun eine Selbsthilfegruppe. Sie erzählt von Tränen im Bibelkreis, Lovebombing und ihrem Vater auf den Knien.

Nicht das Individuum, nur Gott zählt: Nadja Holliger (39) verbrachte ihre Kindheit in einer evangelikalen Gemeinschaft und scheiterte am «gottgefälligen Leben».
Nicht das Individuum, nur Gott zählt: Nadja Holliger (39) verbrachte ihre Kindheit in einer evangelikalen Gemeinschaft und scheiterte am «gottgefälligen Leben».
Foto: Kostas Maros

Nadja Holliger muss auf dem Boden sitzen. Um sie herum stehen in einem Kreis die anderen Kinder und die Jugendarbeiter der Basler Freikirche, der Nadjas Eltern angehören. Sie kritisieren das Mädchen, schimpfen es eine Schande und drohen ihr. Sie habe den Teufel in die Gemeinde gebracht. Schliesslich greift einer der Erwachsenen nach einer CD und bricht sie in Stücke. Es ist ein Album der Band Queen, es gehört Holliger. Rockmusik ist des Teufels, erst recht von einem schwulen Sänger. Irgendwann laufen dem Mädchen die Tränen übers Gesicht.

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