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Premiere am Theater BaselJetzt bevölkern die Bettler auch die Opernbühne

Basel streitet darüber, ob es in der Stadt zu viele Bettler gibt. Als hätte der neue Intendant des Theaters die Diskussion vorausgeahnt, konfrontiert er das Publikum mit sozialem Elend. Doch die Inszenierung lahmt.

Der Bettelmönch Franziskus (Nathan Berg) zankt sich mit dem personifizierten Tod (Rolf Romei).
Der Bettelmönch Franziskus (Nathan Berg) zankt sich mit dem personifizierten Tod (Rolf Romei).
Foto: Ingo Höhn/Theater Basel

Kaum eine andere Frage erhitzt die Gemüter in Basel derzeit mehr als jene nach dem Umgang mit den vielen Bettlern, die seit Aufhebung des Bettelverbots die Strassen der Stadt bevölkern. Als hätte der neue Basler Theaterdirektor Benedikt von Peter die Debatte vorhergesehen, zeigt er in seiner ersten Regiearbeit seit seiner Ankunft in Basel genau das: eine Bande von Bettlern, die mehr schlecht als recht zu überleben versucht. Mehr noch: Das Publikum wird ganz nah an die traurige, post-apokalyptische Welt herangerückt.

So geht eine steile Bühnenrampe mitten durch die Zuschauerreihen, und auf der Hauptbühne werden nebst Sängern (den Bettlern) und dem Orchester auch Zuschauergruppen gesetzt. Wer – wie unsereiner bei der Premiere am Donnerstag – einen solchen «Logenplatz» ergattert, muss damit rechnen, dass Menschen in Lumpenkleidern an einem vorbeischleichen oder dass man Wasserspritzer von den vielen Pfützen auf der Bühne abbekommt.

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