Debatte um neue Basler FachstelleIst der LGBTI-Community mit einer 50-Prozent-Stelle wirklich geholfen?
83’000 Franken jährlich will die basel-städtische Regierung für eine Stelle ausgeben, die sich um Sensibilisierung rund um LGBTI kümmern soll. Ist die Stelle überflüssig oder überfällig? Die BaZ hat zwei Meinungsführerinnen gefragt.

Braucht es eine staatliche 50-Prozent-Stelle, die sich um die Anliegen der LGBTI-Community kümmert?
Michela Seggiani: Dass der Gleichstellungsauftrag überarbeitet wird, ist sehr gut. Und dafür, dass man das Ganze neu aufbaut, finde ich eine 50-Prozent-Stelle wenig. LGBTI, also Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Personen, allein das sind fünf Kategorien, pro Buchstabe also quasi zehn Prozent.
Laetitia Block: Gut, so kann man es natürlich klingen lassen, als wäre es sehr wenig. Für mich ist das keine Staatsaufgabe. Die Gesellschaft wandelt sich und ja, es braucht eine Sensibilisierung. Aber: Selbst wenn sich neue Gebiete ergeben, die eine Bearbeitung oder einen Fokus verlangen, heisst das nicht, dass es mehr Stellenprozente braucht. Es könnte auch auf eine effizientere Organisation gesetzt werden. Mit einer Umstrukturierung der vorhandenen Ressourcen wäre die Aufgabe zu bewältigen.


















