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Was wir nach Corona tun wollen – Teil 2Ins Stadion des FC Liverpool, dicht an dicht gepresst, nonstop singend

Was werden wir als erstes machen, wenn der Impfstoff da ist und wir uns wieder frei bewegen können? Unsere Autorinnen und Autoren haben es aufgeschrieben.

Die neunzig Minuten auf der Kop sind ein einziger, gigantischer Verstoss gegen alle Corona-Regeln: Liverpool-Fans im Anfield Stadion vor der Pandemie.
Die neunzig Minuten auf der Kop sind ein einziger, gigantischer Verstoss gegen alle Corona-Regeln: Liverpool-Fans im Anfield Stadion vor der Pandemie.
Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)

I don’t wanna walk alone anymore

Geir Oterhals

Wenn das alles hier vorbei ist, wird meine erste Reise an die Anfield Road gehen. Zum Stadion des FC Liverpool.

Ein Matchday ist ein tief durchritualisierter Sonntag. Er beginnt damit, dass wir zum Frühstück erst einmal «You’ll Never Walk Alone» hören, die Hymne von Liverpool. Mittags gehe ich mit den Kindern und meiner Frau ins Pub. Hier begehen Ausländer oft einen Riesenfehler: Du solltest auf keinen Fall in ein Pub in der Stadt gehen, sondern unbedingt in der Nähe des Stadions. Denn die Taxifahrt aus der Stadt dauert im Regelfall zehn Minuten, an einem Matchday aber zwei Stunden! Wir gehen meistens ins Twelfth Man, die Kinder essen dort gern Fish’n’Chips, ich nehme einen Burger. Dazu ein Lager. Oder zwei. Danach geht es zu Fuss ins Stadion. Ich bin immer eine oder sogar zwei Stunden vor dem Spiel da. Will die Stimmung aufsaugen, zusehen, wie sich das Stadion langsam füllt, wie die Gesänge immer lauter werden. Wir haben Saisonkarten.

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