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Interview mit Islam-Kennerin«Wir sollten hellhörig werden, wenn das Wort ‹islamophob› fällt»

Saïda Keller-Messahli kämpft seit Jahrzehnten gegen den politischen Islam. Die Terrorangriffe in Frankreich und Wien haben sie keineswegs überrascht.

«Niemand wird als Jihadist geboren»: Saïda Keller-Messahli.
«Niemand wird als Jihadist geboren»: Saïda Keller-Messahli.
Foto: Joseph Khakshouri

Kaum jemand kennt die Hintergründe des muslimischen Lebens in der Schweiz so genau wie sie. Saïda Keller-Messahli recherchiert seit Jahren zu den Netzwerken des radikalen Islam und wird für ihr unermüdliches Engagement gegen die religiösen Scharfmacher immer wieder angefeindet.

In den letzten Wochen gab es in Frankreich und Österreich islamistische Terrorangriffe. Waren Sie überrascht?

Überhaupt nicht. Und doch war ich schockiert. Nach dem Terrorangriff in Wien konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen. Ich kenne Österreich ein bisschen. Seit vielen Jahren unterrichte ich dort Menschen, die im Sozial- oder Flüchtlingsbereich mit dem Islam zu tun haben. Ich erkläre ihnen unter anderem, wie sie Anzeichen von Radikalisierung richtig interpretieren können. Umso mehr hat es mich mitgenommen, dass ausgerechnet in Österreich so etwas passiert.

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