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50 Jahre FrauenstimmrechtEine Hommage an fünf Kochbuchautorinnen

Den Sterneköchen zum Trotz: Am Herd hatten schon immer Frauen das Sagen. Fünf Schweizer Kochkoryphäen, ohne die die Schweiz nicht kochen könnte.

Elisabeth Fülschers Kochbuch – aktuell etwa zu gebrauchen, wenn man Fasnachtsküchlein ausbacken will.
Elisabeth Fülschers Kochbuch – aktuell etwa zu gebrauchen, wenn man Fasnachtsküchlein ausbacken will.
Foto: PD

Die Zeitlose

Elisabeth Fülscher lehrte vielen Frauen kochen.
Elisabeth Fülscher lehrte vielen Frauen kochen.
Foto: PD

Ihre Bücher muten heute an wie todschicke Coffeetable-Literatur im Retrostyle. Tatsächlich kochte Elisabeth Fülscher (18951970) erst mal für die Mittel- und Oberschicht; auch ihre Kurse an ihrer Kochschule richteten sich an eine gehobene Kundschaft. Beides – Schule und Werk – hatte Fülscher von ihrer mittlerweile verstorbenen Mentorin Anna Widmer, bei der sie die Ausbildung Hauswirtschaftslehrerin absolvierte, 1930 übernommen. Fülscher selber war weniger die Hausfrau, an die sie ihre Rezepte richtete, sondern eine clevere Unternehmerin, die ihr Programm stetig ausbaute. Und sie war allgegenwärtig: Kaum eine Küche, durch die kein Fülscher-Duft wehte. Das über 800-seitige Buch mit 1700 Rezepten ist bis heute erhältlich (Verlag Hier und Jetzt) und mitnichten angestaubt: Aus eigener Erfahrung finden sich darin Details – eine Zubereitungsart, ein Rezept, eine Pflanzenzeichnung –, die man vorher an anderen Orten erfolglos gesucht hat.

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