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Interview mit Kescha-Gründer Guido Fluri«In der Deutschschweiz herrscht eine Kesb-feindliche Stimmung»

Guido Fluri berät mit seiner Anlaufstelle Kescha Menschen, die mit der Kesb in Konflikt geraten. Im Interview erklärt er, warum die Kesb in der Romandie einen besseren Ruf haben als in der übrigen Schweiz.

Guido Fluri, Gründer der Anlaufstelle Kescha. Diese berät Betroffene, die von einer Massnahme des Kindes- oder des Erwachsenen­schutzes (Kesb) betroffen sind.
Guido Fluri, Gründer der Anlaufstelle Kescha. Diese berät Betroffene, die von einer Massnahme des Kindes- oder des Erwachsenen­schutzes (Kesb) betroffen sind.
Foto: Raisa Durandi

Herr Fluri, unsere Analyse zeigt: In der Deutschschweiz gibt es seit 2013 mehr als 700 Kesb-Entscheide, die vor Bundesgericht gingen. In der Romandie sind es nur rund 60. Wie erklären Sie sich diesen Unterschied?

Guido Fluri: Es gibt meines Erachtens drei Hauptgründe. Erstens: Die Romandie stellt nur ein Viertel der Gesamtbevölkerung der Schweiz. Dies führt zwangsläufig zu tieferen Zahlen. Hinzu kommt die unterschiedliche Rechtstradition und Rechtsmentalität. Am wichtigsten erscheint mir aber der dritte Punkt, und da geht es um die Vertrauensfrage.

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