Zum Hauptinhalt springen

Islamistische RadikalisierungImmer wieder Winterthur

Es ist kein Zufall, dass Winterthur wieder im Zentrum von Terrorermittlungen steht. Zu lange haben Politik und Justiz nur zugeschaut.

Die Polizei verhaftete nach dem Terroranschlag in Wien zwei Männer in Winterthur. Einer davon gehörte zur Jugendgruppe der inzwischen geschlossenen An’Nur-Moschee.
Die Polizei verhaftete nach dem Terroranschlag in Wien zwei Männer in Winterthur. Einer davon gehörte zur Jugendgruppe der inzwischen geschlossenen An’Nur-Moschee.
Foto: ZvG

Zwei Mitglieder der Winterthurer Salafistenszene haben den Attentäter von Wien noch im Sommer in seiner Wohnung besucht. Warum erstaunt das niemanden? In Winterthur, aber auch in Biel oder am Genfersee haben sich radikale Hotspots entwickelt, und bei Lausanne kam es im September sogar zum ersten islamistischen Terrorattentat der Schweiz.

Überall ähnelte sich der Prozess der Radikalisierung: Vereinzelte muslimische Gotteshäuser wie die Winterthurer An’Nur-Moschee und gewisse charismatische Prediger standen am Anfang. Das Internet wirkte als Katalysator. Diese Entwicklung zog sich über Jahre hinweg und blieb weder der Polizei noch dem Nachrichtendienst verborgen. Gerade in Winterthur hat die Zürcher Kantonspolizei hervorragende Arbeit geleistet, die radikalen Islamisten über Jahre hinweg aus der Nähe und der Ferne beobachtet und analysiert.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.