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Bevölkerung wächst weiterIm Grossbasel soll gebaut werden

Gleich zwei Bauprojekte planen neuen Wohnraum in Grossbasler Quartieren. Insgesamt sollen 23 neue Wohnungen entstehen.

Direkt neben dem Rosenfeldpark will der Kanton neuen Wohnraum für die wachsende Basler Bevölkerung erstellen.
Direkt neben dem Rosenfeldpark will der Kanton neuen Wohnraum für die wachsende Basler Bevölkerung erstellen.
Foto: Google Maps

Die Prognosen des Statistischen Amts Basel-Stadt sind klar: Die Bevölkerung in der Stadt wird weiter wachsen. Und zwar bis ins Jahr 2040 um rund elf Prozent, was 22'000 Einwohnern entspricht. Ebenfalls klar ist, dass diese Menschen irgendwo werden unterkommen müssen, es braucht also in Zukunft mehr Wohnraum. Dem wurde bereits teilweise Rechnung getragen. Bisher sei die Bautätigkeit insbesondere im Kleinbasel beträchtlich, heisst es seitens Behörden. Kürzlich sind nun aber auch zwei Gesuche für Wohnbauten im Grossbasel eingereicht worden. Unmittelbar neben dem Rosenfeldpark in der Nähe des Bahnhofs SBB will der Kanton ein neues Mehrfamilienhaus mit 13 Wohnungen erstellen. Da verschiedene Voraussetzungen aber offenbar noch unklar sind, hat er mit den Projektverfassern ffbk Architekten ein generelles Baubegehren mit Fragen eingereicht.

Das Areal an der Peter-Merian-Strasse 27 gehört zur Stadtbild-Schonzone, in der «der nach aussen sichtbare historische oder künstlerische Charakter der bestehenden Bebauung nicht beeinträchtigt werden» darf. Gemäss dem Baubegehren sollen die jetzigen Gebäude abgebrochen werden. Das Haus Nummer 27 ist ein zweigeschossiger Anbau an ein fünfgeschossiges Wohnhaus ohne historischen Charakter. Dort ist laut Anschrift am Eingang das «Studio Neo» untergebracht.

Laut Handelsregister handelt sich dabei um ein Dienstleistungsunternehmen für die Bereiche Kommunikation, Design und Consulting, das seit 2019 besteht. Die Architekten haben für den Neubau eine Bruttogrundfläche von 1228 Quadratmetern errechnet, die auf das Erdgeschoss, drei Obergeschosse und zwei Attikageschosse verteilt werden, und fragen, ob dies zulässig ist.

Abriss von Altbauten

Die Wohnungen sollen zwischen zweieinhalb und fünfeinhalb Zimmer gross werden. Das Untergeschoss enthält 14 Autoparkplätze, weil die grösste Wohnung mit rund 150 Quadratmetern Anrecht auf zwei Plätze hat.

In einem anderen Baubegehren wird ein Neubau mit zehn Wohnungen im Iselin-Quartier in Aussicht gestellt, an der Hegenheimerstrasse 27. Erst vor fünf Monaten hat eine private Eigentümerschaft ein Abbruch- und Neubaugesuch für das nahe gelegene Haus Hegenheimerstrasse 35 mit vier Wohnungen eingereicht. Für das neue Projekt eines Konsortiums sollen zwei bestehende Bauten aus dem Jahr 1898 abgerissen werden, die «in keiner Weise mehr dem heutigen Wohnungsstandard entsprechen», wie es im Gesuch heisst. Im Neubau sind zehn Wohnungen vorgesehen, sechs davon mit dreieinhalb Zimmern, zwei mit zweieinhalb Zimmern und zwei Maisonette-Wohnungen mit viereinhalb Zimmern, wie aus den Plänen von Trinkler Stula Achille Architekten hervorgeht. Eine Autoeinstellhalle mit sechs Plätzen wird über eine benachbarte Parzelle erschlossen, auf der eine Liegenschaft im Bau steht. Dort wird auch einer von zwei Bäumen ersetzt, die gefällt werden sollen. Die Baukosten werden mit 4,5 Millionen Franken angeben.